Fulda. Bei seinem Besuch gestern im osthessischen Fulda hat sich Bundesaußenminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) MdB auf dem Universitätsplatz in Anbetracht, dass derzeit das Thema Aufrüstung länderübergreifend ein vieldiskutiertes Thema sei verstärkt für die Themen Abrüstungspolitik und Rüstungskontrolle ausgesprochen. „Alleine schon für unsere Nachkommen, müsse uns daran gelegen sein, für eine Entspannungspolitik in Europa zu sorgen“, so Gabriel.
Neben diesen Themen, bestimmten der Sanierungsstau an deutschen Schulen sowie die Themen Bildung, Innere Sicherheit sowie die doppelte Aufgabe der Integration, Gabriels 45-minütige Rede. Bezugnehmend zum Thema Sanierungsstau sagte Gabriel, dass man hier auch auf die Zahl der Schulabbrecher und ihre Entwicklung schauen sollte. Zur doppelten Aufgabe der Integration, unter dieser der Außenminister versteht, zum einen, die Menschen mit Migrationshintergrund zusammenzuhalten, die schon einige Jahre in Deutschland leben und zum anderen, die Menschen zu integrieren, die die letzten Monate zu uns gekommen sind, sagte Gabriel: „Beide gehören zu Deutschland.“ Darüber hinaus, sei genug Geld vorhanden, diese – wichtige, Integrationsaufgabe, in diesem Land stemmen zu können.
Anders, als bei dem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel vor wenigen Wochen in Fulda, sprach Bundesaußenminister Sigmar Gabriel unter deutlich verminderter Polizeipräsenz. Auch wurde die Rede des Vizekanzlers nicht durch Pfiffe und Zwischenrufe gestört. Auch aus Sicht der Polizei verlief der Besuch ruhig und friedlich. Am Veranstaltungsort und auch in der näheren Umgebung kam es während des Polizeieinsatzes zu einem Platzverweis. Eine Person fiel durch unflätige Äußerungen und Verhalten auf. Mehrere Dutzend Polizeikräfte waren im Einsatz. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte des Polizeipräsidium Osthessen von Beamteninnen und Beamten der Hessischen Bereitschaftspolizei, des Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes.
Der konventionell in Fulda gepflegte Brauch, dass sich Politiker sowie herausragende Persönlichkeiten, im Goldenen Buch der Stadt Fulda verewigen, blieb dem Bundesaußenminister und Vizekanzler von Seiten der Stadt Fulda gestern allerdings verwehrt. So hieß es, dass man Bemühungen gescheut haben soll, das Goldene Buch zum Vizekanzler auf den Universitätsplatz zu bringen. Ein solches Vorgehen bliebe lediglich der Kanzlerin sowie dem Bundespräsidenten vorbehalten, hieß es. +++ jessica auth

Besten Dank für Ihren Beitrag. Wieder einmal der Beweis, dass es in Fulda auch anders geht. Man muss sich nicht in den Vordergrund drängen. Es geht auch so. Was da so manche abliefern, ist mehr als fragwürdig. Fällt das in FD niemanden auf, was medial abgeht? Traurig, traurig, traurig …, um es mit den Worten von Theo Lingen auszudrücken!
Eine gute und gut besuchte Veranstaltung!
Und vielen Dank auch an Fuldainfo für die gute Zusammenfassung und das Video!
Schlussbemerkung: Daß sich der Bundesaußenminister nicht ins goldene Buch der Stadt eintragen darf, liegt wohl nur daran, daß er in der SPD ist.
Und das Wahlkampf ist!
War eine der besten politischen Veranstaltungen die ich je erlebt habe.
Super Rede und ehrliche authentische Aussagen von Sigmar, ein Publikum das interessiert zugehört hat, Anhänger der SPD die begeistert mitgemacht haben UND alles ohne Krawalle!