Fundamentabbildung des „Werner-Paradieses“ mit Licht

Die Fuldaer CWE hatte als Attraktion die Teilrekonstruktion des verdeckten Werner-Paradieses auf dem Domplatz vorgeschlagen. Es wird befürwortet, das frühere Atrium der Ratgarbasilika, welches als einst bestauntes Bauwerk seit Jahrhunderten unter dem Domplatz schlummert, zu erwecken.

Wie Stadtbaurat Schreiner auf Anfrage mitteilte, hatte die CWE ursprünglich eine Ausführung beantragt, in der entweder Glasplatten die originalen Fundamente zeigen oder Stahlkanten die Umrisse andeuten sollten. Mit Verweis auf die gute Lage des Pflasters nach Jahrzehnten und die Denkmaleigenschaft des Platzes schlugen wir eine Variante in Form der Beleuchtung vor. Dieser Vorschlag wurde diskutiert und beschlossen, folglich befinden wir uns hierfür jetzt in der Ausführung. Sobald es der Bundes-Erlass zulässt, wird die Beleuchtung möglich sein, da die Tests erfolgreich waren. Für den Tagestourist wird es ein Modell aus Bronze geben, für das derzeit die vorbereitenden Planungen vollzogen werden.

Die Ratgarbasilika wurde 791-819 nach dem Vorbild des damaligen Petersdoms in Rom erbaut und war der größte Kirchenbau nördlich der Alpen. Abt Werner (968-987) ließ das nach ihm benannte Paradies errichten, aber 1704/1705 wurde es abgetragen, um so den barocken Domneubau Dientzenhofers zu ermöglichen. Der weiträumige Platz vor dem Dom wurde zum Bonifatiusjubiläum 1954 angelegt, das heißt er wurde gepflastert und mit einer barockisierenden Balustrade versehen. Im vorigen Jahrhundert wurden auf diesem Platz verschiedene Ausgrabungen vorgenommen und dokumentiert (Vonderau/Hahn) und Untersuchungen zur Baugeschichte dieses Areals durchgeführt.

Die Initiatoren Martin Jahn und Pia Maria Schindler, danken besonders dem CWE-Arbeitskreis „Denkmalpflege und Umwelt“, der mit seinem Vorsitzenden, Ludger Tollrian, die Möglichkeit der „Offenlegung“ des Werner-Paradieses in vielen Recherchen, unter anderem mit Fuldaer Geschichtskennern und Historikern, ausgelotet und vorbereitet hat. +++


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