FDP Hessen wählt Johanna von Trotha zur Generalsekretärin

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Die FDP Hessen hat Johanna von Trotha zur neuen Generalsekretärin gewählt und zugleich den Auftakt für den Landtagswahlkampf 2028 eingeläutet. Auf dem Landesparteitag in Gießen erhielt die 40-Jährige aus dem Kreis Groß-Gerau 80,9 Prozent der Stimmen. Sie übernimmt das Amt von Alexander Müller, der den Posten abgegeben hatte, um sich künftig stärker auf die Sicherheits- und Verteidigungspolitik zu konzentrieren.

In ihrer Vorstellungsrede beschrieb sich von Trotha nicht als „Einpeitscherin“, sondern als organisatorische, verbindende und stabilisierende Kraft. Ihr Ziel sei es, die FDP Hessen stärker und schlagkräftiger aufzustellen. Erfolg sei aus ihrer Sicht dann möglich, wenn die Partei nah bei den Menschen bleibe, deren Sorgen ernst nehme und pragmatische Lösungen anbiete. Zugleich grenzte sie die Liberalen deutlich von ihren politischen Mitbewerbern ab. Die politischen Gegner säßen in den anderen Parteien, die dem Land mit immer mehr Bürokratie, Bevormundung und wirtschaftlicher Konzeptlosigkeit die Luft zum Atmen nähmen. Die FDP hingegen traue den Bürgerinnen und Bürgern zu, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Von Trotha ist Kreisvorsitzende der FDP in Groß-Gerau sowie Fraktionsvorsitzende in Ginsheim-Gustavsburg und gilt damit als kommunalpolitisch fest verankert. Dem Präsidium der FDP Hessen gehörte sie bislang als Beisitzerin an. Ihren bisherigen Platz übernimmt nach dem Votum des Parteitags Isabel Schnitzler, die zuletzt Europabeauftragte des Landesvorstands war. Diese Aufgabe übernimmt künftig Marina Sedlo.

Mit der Wahl verband die Partei den Blick nach vorn. Landesvorsitzender Thorsten Lieb erklärte in seiner Rede den Landtagswahlkampf 2028 für eröffnet. Unter dem Motto „Hessen auf die 1“ warf er der hessischen Landesregierung vor, zu gemächlich und mit zu wenig Ambitionen zu regieren. Es brauche eine politische Kraft, die antreibe. Als Beispiele für eine aus seiner Sicht unzureichende Bilanz nannte Lieb das unterdurchschnittliche Wirtschaftswachstum in Hessen sowie die Kürzungen der Landesregierung im Bildungsbereich, insbesondere bei der digitalen Schulbildung. Digitale Bildung müsse flächendeckend eingeführt und nicht abgeschafft werden, forderte er.

Passend zu diesem Kurs verabschiedeten die Freien Demokraten ihren Leitantrag „Leistung muss sich wieder lohnen – Hessen zum Bildungsland Nummer eins machen“. Damit setzt die Partei im Vorfeld der Landtagswahl einen programmatischen Schwerpunkt auf Bildung und Leistungsförderung. +++


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