Familientag Fulda„Familie in Vielfalt leben“: 10. Hessischer Familientag in Fulda

Sozialminister Klose: Familien sind unsere wichtigsten, sozialen Netze

Unter dem Motto „Familie in Vielfalt leben“ fand heute in Teilen der Fuldaer Innenstadt der „10. Hessische Familientag“ statt. Erstmalig stattgefunden hatte die eintägige Veranstaltung, die alle zwei Jahre gemeinsam vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration sowie der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie in Kooperation mit der jeweils gastgebenden Stadt veranstaltet wird, im Jahr 2002 in Bensheim an der Bergstraße. Ziel des nicht-kommerziellen eintägigen Fest- und Aktionstages ist es, die Belange und Interessen von Familien verstärkt ins öffentliche Blickfeld zu rücken sowie Familien- und Kinderfreundlichkeit auf allen Ebenen zu fördern und anzuerkennen. In ihrer Gesamtheit soll der Hessische Familientag dazu beitragen, Familie in ihrer heutigen vielfältigen Bestandsform zu stärken. Nach ihrer erstmaligen Ausrichtung des Hessischen Familientages im Jahr 2003 ist Fulda in ihrem Jubiläumsjahr (1275 Jahre Klostergründung Fuldas) zum zweiten Mal Gastgeberstadt. Neben dem Hessischen Familientag ist heute in Fulda die Interkulturelle Woche gestartet.

Passend zum Motto des Familientages hatten im Vorfeld der Eröffnung vier Vertreter des „Runden Tisches der Religionen Fulda“ – hierunter die Jüdische Gemeinde Fulda, die DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde zu Fulda e.V. sowie die Bahai´- und Christliche Gemeinde – auf dem Universitätsplatz Interreligiöse Friedensgebete gesprochen und zum gemeinsamen Religiösen Glauben aufgerufen. Anschließend sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, sowie der Vorsitzende des Stiftungsrates der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, Matthias Wilkes, Grußworte zur Eröffnung des Familientages. Erstmalig in Verantwortung als Sozialminister hieß heute Kai Klose die vielen auf dem Universitätsplatz – hierunter auch die beiden ehemaligen Fuldaer Oberbürgermeister, Dr. Wolfgang Hamberger und Dr. Alois Rhiel, sowie Abgeordnete des Deutschen Bundes- und Hessischen Landtages, Vertreter aus der Kommunalpolitik und nicht zuletzt dem Fuldaer Stadtparlament – zum 10. Hessischen Familientag von der Hauptbühne aus herzlich willkommen. Besondere Dankesworte galten der Stadt Fulda und der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie sowie allen Mitverantwortlichen für ihre Bemühungen im Vorfeld auf den heutigen 10. Hessischen Familientag. Daneben gratulierte er der Stadt Fulda zu ihrem 1275-jährigen Bestehen. Weiter ging der Sozialminister auf den Charakter des Hessischen Familientages ein als „ein Fest von, mit und für Familien“. Bezuggenommen auf das Motto, sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration: „Vielfalt ist in Hessen wirklich zuhause – da, wo Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit aufeinandertreffen, miteinander leben und voneinander lernen, ist gegenseitige Akzeptanz die wichtigste Voraussetzung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Genau das wollen wir leben. Und genau dafür setzt sich die Hessische Landesregierung, das Hessische Ministerium für Soziales und Integration ein.“

Widerspiegeln, so Klose weiter, würde sich diese Vielfalt auch im Familienbild. „Familien sind unsere wichtigsten, sozialen Netze; Sie sind das Zentrum einer jeden Gesellschaft. Für uns ist Familie dort, wo Menschen füreinander- und für Kinder Verantwortung übernehmen. Dies gilt für alle Lebensformen – sei es in einer traditionellen Familie, als Alleinerziehende, in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften, über Generationen hinweg und für Familien mit Migrationshintergrund. Heute wollen wir auf die vielen Angebote aufmerksam machen, die es in Hessen, in der Region Fulda rund um das Thema Vielfalt und Familie gibt. Deshalb soll dieser Tag auch dazu beitragen, Neues auf den Weg zu bringen und die Netzwerke zu Familien weiter zu stärken“, sagte der Hessische Minister für Soziales und Integration, Kai Klose, anlässlich der Eröffnung des 10. Hessischen Familientages in Fulda.

Zum inzwischen 10. Mal beim Hessischen Familientag mit dabei war heute der Vorsitzende des Stiftungsrates der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, Matthias Wilkes. In seinem Grußwort zur Eröffnung des heutigen Familientages erinnerte er an die Anfänge des Hessischen Familientages. Damals war er an den damaligen Hessischen Ministerpräsidenten, Roland Koch, mit der Idee, in Hessen einen Hessischen Familientag auszurichten und dabei Kinder und Familien ganz zentral in den Fokus zu stellen. Seit nunmehr 20 Jahren habe sich die Hessische Landesregierung dieses Thema zu eigen gemacht. Wilkes dankte Sozialminister Klose dafür, dass ihm dieses Thema am Herzen liege und da er heute bekräftigte, diese Tradition fortleben zu lassen, für diese klare Botschaft. Weiter ging der Stiftungsratsvorsitzende auf die Karl Kübel Stiftung und ihre Geschichte ein. 1972 entschied der Möbelunternehmer Karl Kübel seine Firma zu verkaufen und den Erlös einer Stiftung für Kinder und Familien zukommen zu lassen. Seinen beruflichen Erfolg, den er im Leben als Kaufmann in der Industrie hatte, so soll Kübel einst gesagt haben, habe er seinem Elternhaus zu verdanken. Die daraus resultierende Erkenntnis war für ihn der Grund, zu sagen: „Ich möchte, dass viele andere Familien auch, da, wo es notwendig ist, unterstützt werden, damit Kinder einen guten und glücklichen Weg in ihr weiteres Leben finden“, zitierte Matthias Wilkes Karl Kübel. „Das ist auch die Botschaft des heutigen Hessischen Familientages“, sagte Matthias Wilkes anlässlich der Eröffnung zum 10. Hessischen Familientag in Fulda.

„Heute sind wir gemeinsam die Familienhauptstadt Deutschlands“, so der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, in seinen einleitenden Worten zur Begrüßung. Als Oberbürgermeister war Wingenfeld froh und dankbar, dass die Stadt Fulda mit dazu beitragen konnte, heute ein besonderes Zeichen für Familien gesetzt zu haben. „Ich bin froh und dankbar, Sie alle hier gemeinsam mit den Städtischen Gremien bei herrlichstem Wetter zum 10. Hessischen Familientag begrüßen zu dürfen. Wir sind glücklich, dass wir Gastgeber sein dürfen“, so Wingenfeld. In der Tat, so Wingenfeld weiter, hat der Hessische Familientag im Jahr 2003 Spuren hinterlassen „und uns noch mehr zusammengeführt“. Eine besondere Komponente habe der Familientag in 2019, der auch im Zeichen des Stadtjubiläums stehe. Das Interreligiöse Friedensgebet durch die Vertreter des Runden Tisches der Religionen Fulda, so der OB, habe uns daran erinnert, „dass wir dankbar sein können, in Frieden leben zu können“. Und beim Blick in die Geschichte, so Wingenfeld, sei es ebenso wichtig, in die Zukunft zu schauen. Hier sei das Thema Familie für die Menschen in Fulda, aber auch für die Menschen in Hessen sowie in der Bundesrepublik Deutschland ganz zentral. „Wir als Stadt wollen da natürlich Akzente setzen, aber das wollen wir nicht allein tun, sondern gemeinsam mit den Menschen in ganz Hessen sowie ebenso voneinander lernen“, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, anlässlich des 10. Hessischen Familientages heute in Fulda.

Neben rund 200 Vereinen, Institutionen, Verbänden und Organisationen aus der Stadt- und Region Fulda sowie ganz Hessen, die das breite Spektrum der Familienarbeit in Hessen präsentierten, war auch der Kinderrechte-Bus des Bundesfamilienministeriums auf dem heutigen Hessischen Familientag in Fulda vertreten. Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Damit die Kinderrechte im ganzen Land noch bekannter werden, geht ein Kinderrechte-Bus des Bundesfamilienministeriums auf Tour durch Deutschland. Unter dem Motto „Starkmachen für Kinderrechte“ macht der Bus bis Oktober halt in über 20 Städten. Anlässlich des heutigen Familientages machte das Bundesfamilienministerium mit dem Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, dem Bürgermeister der Stadt, Dag Wehner, dem Minister für Soziales und Integration des Landes Hessen, Kai Klose, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie, Matthias Wilkes, sowie Vertretern des Deutschen Kinderschutzbundes Kreisverband Fulda und der UNICEF-Arbeitsgruppe Fulda in Fulda auf die Kinderrechte aufmerksam und plädierte dafür diese weiter zu stärken. +++ jessica auth

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2 Kommentare

  1. @Hannelore – Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Auch wenn ich sehe wie von Veranstaltungen Artikel gelikt werden, die diesen Namen nicht verdienen, frage ich mich, was in Osthessen so abgeht. Wie Hannelore schon schrieb, Bilder, Bilder, Bilder! Das scheint es zusein. Bei Bildern kommt es aber mehr drauf an, die Stimmung und nicht immer dieselben Personen einzufangen. Auch ich beobachte, was medial in Osthessen so abläuft. Leider wird es immer schlimmer. Das bevorstehende Oktoberfest wird es wieder zeigen. Die Leute die hier Possen, sollten sich mal überlegen, dass es eigentlich peinlich ist, in solchen Galerien aufzutauchen. FAZ, FDI und BILD sind meine Quellen. Danke für diesen tollen Bericht.

  2. Als Teilnehmer und Akteur des Familientages habe ich mir einmal die Zeit genommen, die Berichte hierzu im Vergleich zu sehen. Dieser Bericht ist ausnahmsweise der beste, weil sachlich, umfassend und leidenschaftlich für die Sache geschrieben. In den anderen Medien sehe ich im Vergleich dazu Bilderreihen an Bilderreihen und einen derart schwachen Text. Einfach hingehauen. Hauptsache schnell. Und jeder will der erste sein, der uns die Geschichten präsentiert. Jetzt weiß ich auch, weshalb fuldainfo erst in Ruhe und Überlegung schreibt, und nicht gleich eine Meldung raushaut. Das erweckt bei mir den Eindruck, dass es natürlich viel einfacher ist, heutzutage ein paar Fotos zu schießen und sich dann wieder aus dem Staub zu machen, um schnell anderswo neue Bilder zu schießen. Mit Ausnahmen vermisse ich wirklich journalistisch einwandfreie Artikel. Dieser hier ist ein Beispiel dafür, wie es sein sollte. In den anderen Beiträgen mit diesen Riesen-Bilder-Anhäufungen spürt man regelrecht die hinter den stehenden Bildern verheerenden Klicks, um die Aufrufzahlen künstlich nach oben zu treiben. Wenn das so weitergeht, kann ich mit gutem Gewissen Bild-Zeitung lesen. Im Übrigen habe ich auch die Auffassung, dass die Fotos auf fuldainfo um ein vielfaches besser als anderswo sind. Vermutlich ist hier ein Profi am Werk. Verzeihen Sie mir die Ausführlichkeit meines Kommentars. Dies hängt damit zusammen, dass ich erstmals einen solchen Vergleich zwischen den Medien gemacht habe.

    Einen schönen Sonntag und ein gutes Familienleben. H.S.

Demokratie braucht Teilhabe!