Faeser wirbt zum Hanau-Jahrestag für mehr Zusammenhalt

Nancy Faeser (SPD)

Zum fünften Jahrestag des Anschlags in Hanau am Mittwoch rief Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zu mehr Zusammenhalt auf. „Der Rechtsstaat muss konsequent handeln, aber auch Menschlichkeit ist wichtig. Solche Verbrechen dürfen uns nicht spalten“, sagte sie am Dienstag.

Die Morde trafen das Land schwer. Die Angehörigen der Getöteten leiden bis heute, ebenso viele andere, die Rassismus erleben. Die Opfer werden nicht vergessen. Ihre Familien erhalten weiterhin Unterstützung. Faeser nannte die Namen der Ermordeten: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Die Ministerin betonte den entschlossenen Kampf gegen Rechtsextremismus mit allen Mitteln des Rechtsstaats. Strafverfolgung bleibt streng. Illegale Waffen werden entzogen. Extremistische Netzwerke sollen zerschlagen werden. Die steigende Zahl rechtsextremer Straftaten im Jahr 2024 zeigt die Dringlichkeit dieser Maßnahmen.

Eckert: Wunden bleiben

Am Mittwoch jährt sich der Anschlag zum fünften Mal. Ein Rassist ermordete neun Menschen in Hanau am 19. Februar 2020. Tobias Eckert, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, erinnerte an die Tat: „Noch immer macht sie fassungslos und traurig.“ Die Ermordeten waren Nachbarn und Freunde – ihr Tod war Terror. Terror soll Angst schüren und spalten – doch stattdessen rückt die Gesellschaft enger zusammen und lässt sich nicht einschüchtern. Gemeinsam wird getrauert und gegen Hass Stellung bezogen.

Freiheit braucht Schutz – ebenso Demokratie und Offenheit gegenüber anderen Kulturen. Politik hat Verantwortung im Kampf gegen Rassismus und Spaltung. Der Anschlag hat Hanau tief getroffen – manche Wunden heilen nie vollständig. Jeder sollte ein Zeichen setzen: Rücksichtnahme und Solidarität sind unverzichtbar für Hessen und das ganze Land – besonders an diesem Tag sind sie eine klare Antwort auf Hass.“

Claus: Erinnerung darf nicht verblassen

Der 19. Februar ist ein Tag der Trauer für Hessen. Ines Claus (CDU), Vorsitzende der Landtagsfraktion, sagte zum Jahrestag: „Vor fünf Jahren ermordete ein Rechtsextremist neun unschuldige Menschen.“ Das Verbrechen hinterließ tiefe Spuren in der Gesellschaft – besonders bei Angehörigen und Freunden der Opfer bleibt das Leid groß. Noch immer herrschen Trauer und Fassungslosigkeit über das Geschehene – nicht nur in Hanau oder Hessen, sondern in ganz Deutschland wird mitgefühlt. Erinnerung ist wichtig – Vergessen darf keine Option sein! Extremismus zerstört den Zusammenhalt – genauso wie Fremdenfeindlichkeit oder Hass haben solche Ideologien keinen Platz hierzulande! Demokratie braucht Einsatz von allen – jeden Tag!

In Hanau sowie vielen anderen Städten finden Gedenkveranstaltungen statt: Mahnwachen, Demonstrationen oder Lichterketten erinnern an die Opfer des Anschlags von 2020; allein die „Initiative 19. Februar Hanau“ erwartet am Mittwoch 87 solcher Aktionen bundesweit! Der Täter erschoss neun Menschen sowie seine Mutter und sich selbst; Ermittler stufen seine Motive als rechtsextrem ein! Überlebende kritisieren Behörden scharf! Der Täter besaß eine Waffenlizenz trotz auffälligem Verhalten vor dem Anschlag! In der Tatnacht war zudem der Notruf nicht erreichbar! Polizeikräfte aus Frankfurt waren beteiligt – einige von ihnen gehörten laut Medienberichten einer Chatgruppe mit rassistischen Inhalten an! Ein Vater eines Opfers stellte deshalb im Januar 2025 erneut Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft! +++


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