Berlin. Trotz der anhaltenden Streiks bei der Lufthansa rät der frühere Lufthansa-Personalmanager Thomas Sattelberger dem Konzernchef Carsten Spohr, im Dauerkonflikt mit den Gewerkschaften nicht nachzugeben. "Spohr muss unbedingt den jetzigen Kurs einhalten, auch wenn das unpopulär ist", sagte Sattelberger im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". "Es geht um die Existenz der Lufthansa. Augen auf und durch." An Spohrs Konzept, das die Verlagerung vieler Flugverbindungen und Mitarbeiter auf die Billigplattform Eurowings vorsieht, führe "kein Weg vorbei". Das frühere Lufthansa-Management habe viel zu lange in Tarifauseinandersetzungen einen "böse gesagt: opportunistischen Kurs gefahren" und dabei Probleme auf die lange Bank geschoben, sagte Sattelberger. Spohr "tut das, was schon vor zehn oder 15 Jahren hätte getan werden müssen. Die Lufthansa kann als relevante Fluglinie nur überleben, wenn sie sich erneuert, Kosten spart und Strukturen reformiert." +++ fuldainfo
Die Lufthansa kann also nur "überleben", wenn sie beim Personal spart. Welch ein Armutszeugnis! Wo sind denn die Gewinn der letzten Jahre hin? Bedeutet "wettbewerbsfähig" im neuen Sprachgebrauch etwa, dass es nur darum geht, wer die meisten Milliarden für seine Aktionäre herausholt? In Sonntagsreden wird immer davon gesprochen, dass die Menschen außer der gesetzlichen Rentenversicherung (die die Politik ja in den letzten Jahren ruiniert hat) unbedingt noch die betriebliche Altersversorgung brauchen. Und jetzt geht man genau daran, die betriebliche Versorgung zu schleifen. Lufthansa bedient sich nun der "Schlecker-Methode": Neue Firma gründen, Gehälter um 30 Prozent kürzen, kein Betriebsrat, kein Tarifvertrag! So sieht unsere Zukunft in Deutschland aus. Die Menschen, die die Gewinne für die Aktionäre erwirtschaften, spielen keine Rolle mehr. Und da gibt es immer noch Leute, die meinen, wir hätten eine "soziale" Marktwirtschaft. Aber träumen ist ja nicht verboten.
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Die Lufthansa kann also nur "überleben", wenn sie beim Personal spart. Welch ein Armutszeugnis! Wo sind denn die Gewinn der letzten Jahre hin? Bedeutet "wettbewerbsfähig" im neuen Sprachgebrauch etwa, dass es nur darum geht, wer die meisten Milliarden für seine Aktionäre herausholt? In Sonntagsreden wird immer davon gesprochen, dass die Menschen außer der gesetzlichen Rentenversicherung (die die Politik ja in den letzten Jahren ruiniert hat) unbedingt noch die betriebliche Altersversorgung brauchen. Und jetzt geht man genau daran, die betriebliche Versorgung zu schleifen. Lufthansa bedient sich nun der "Schlecker-Methode": Neue Firma gründen, Gehälter um 30 Prozent kürzen, kein Betriebsrat, kein Tarifvertrag! So sieht unsere Zukunft in Deutschland aus. Die Menschen, die die Gewinne für die Aktionäre erwirtschaften, spielen keine Rolle mehr. Und da gibt es immer noch Leute, die meinen, wir hätten eine "soziale" Marktwirtschaft. Aber träumen ist ja nicht verboten.