Christian Konrad, ehemaliger Koordinator für Flüchtlingspolitik der österreichischen Regierung, hat scharfe Kritik an der Asylpolitik von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz geübt. Es sei eine „Sauerei“, dass nach Afghanistan abgeschoben werde, sagte der Ex-Raiffeisenmanager der Wochenzeitung „Die Zeit“. Die Alpenrepublik müsse zudem Menschen aus Griechenland aufnehmen. „Um substanziell unseren Beitrag zu leisten, sollten wir um die 400 Menschen aufnehmen“, sagte Konrad, der ab 2015 ein Jahr lang Flüchtlingskoordinator der Regierung war. Der Schwenk der ÖVP, die offen auf das Schließen der Grenzen gesetzt hat, sei zwar ein politischer Erfolg, er sei aber „nicht glücklich mit der Art, wie er erzielt wurde“. Kurz habe „nicht das Bedürfnis“, mit ihm zu reden. Er schätze ihn zwar als politisches Talent, „aber manches gefällt mir nicht“, so Konrad. „Ich hoffe nur, dass er sich nicht verbildet und sich zu sehr an den Orbáns und Erdo ğans dieser Welt orientiert denn natürlich ist es einfacher, Diktator zu sein, als sich demokratisch zu hinterfragen.“ Die Tendenz sehe er aber nicht. +++
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.
Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar