Die Grenzabriegelung vor 70 Jahren

Mit Stacheldraht und Sperren werden über Nacht von der DDR die Wege in die Bundesrepublik unterbrochen. Am 26. Mai 1952 begann der Ausbau der Innerdeutschen Grenze. Die Point Alpha Akademie bietet dazu in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung für alle Interessierten vom 23. bis 24. Mai im Schloss Geisa ein zweitägiges Seminar an, um Ursachen, Hintergründen und Folgen dieses Ereignisses nachzuspüren.

„Im kollektiven Gedächtnis sind die dramatischen Bilder vom Mauerbau in Berlin am 13. August 1961 als Stichtag der Abschottung der DDR verankert. Dass jedoch das SED-Regime bereits neun Jahre zuvor eine Polizeiverordnung erließ, in deren Folge die sogenannte „Grüne Grenze“ befestigt und zur Todeszone wurde, kommt häufig zu kurz“, betont der Point-Alpha-Studienleiter Philipp Metzler. Aus Anlass des 70. Jahrestages dieser Anordnung, die ungeheures Leid über die Menschen brachte, widmet sich die Point Alpha Akademie den Ursachen, der Umsetzung und den Folgen der Maßnahmen. Das Seminar zeichnet von diesem Tag ausgehend die dynamische Weiterentwicklung der Sperranlagen nach, die bis zum letzten Tag der DDR die widernatürliche Trennung von den Menschen und natürlichen Lebensräumen prägten.

Zum Auftakt am Montag, 22. Mai, bilden ab 13.30 Uhr der Vortrag „Von Zonen und Grenzen. Die Innerdeutsche Grenze in den späten 1940er Jahren“ und ab 16 Uhr der Vortrag „Warum 1952? Ursachen und Folgen der Grenzabriegelung“ den Schwerpunkt. Am zweiten Tag stehen im Fokus die Themen „Der Berliner Mauerbau. Mehr als nur Berlin, mehr als nur Trennung“ und „Staatlich verordneter Strukturwandel? Folgen der Teilung der Rhön durch die DDR“ sowie eine Themenführung durch die Gedenkstätte Point Alpha.

Anmeldung, detaillierte Infos sowie Preise für das Seminar: Point Alpha Akademie, Nadine Hofmann, Telefon 036967/5964271, oder E-Mail: akademie@pointalpha.com. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. www.pointalpha.com

Datum

Mai 23 2022
Expired!

Uhrzeit

8:00 - 18:00
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