Europäisches Parlament erteilt Gigaliner Absage

LKW

Straßburg. Ihr Einsatz auf Europas Straßen ist umstritten und die Folgen für Umwelt sowie Sicherheit bislang unkalkulierbar. Trotzdem will die EU-Kommission Gigaliner im grenzüberschreitenden Verkehr zulassen. Nun hat das Europäische Parlament diesem Vorhaben am Dienstag in Straßburg eine Absage erteilt. “Megatrucks sind zu lang und zu schwer für Europas Straßen. Milliarden Euro an Steuergeldern müssten für die Anpassung der Infrastruktur ausgegeben werden”, kritisiert die SPD-Europaabgeordnete Barbara Weiler den Kommissionsvorstoß.

Aus diesem Grund haben sich auch konservative und liberale Abgeordnete – sonst für gewöhnlich Befürworter von Gigalinern – dem sozialdemokratischen Vorschlag angeschlossen und gemeinsam die neuen Vorgaben zu Megatrucks mit überwältigender Mehrheit wieder aufgehoben. Mit der Streichung rückt jetzt die aerodynamische Verbesserung des Fahrzeugdesigns wieder in den Vordergrund der Reformverhandlungen: “Neue Abmessungen werden dazu beitragen, das Unfallrisiko und den Kraftstoffverbrauch von LKW erheblich zu verringern”, zeigt sich Barbara Weiler zuversichtlich.

Darüber hinaus sollen Fahrerkabinen künftig komfortabler werden – immer-hin ein kleiner Beitrag, um die schlechten Arbeitsbedingungen für Berufskraftfahrer zu verbessern, glaubt die Nordhessin: “Wir haben im Straßengüterverkehr gerade dringendere Probleme als die Zulassung von Gigalinern. Die EU-Kommission muss unbedingt für europaweite Sozialstandards eintreten, sonst werden auch neue Liberalisierungspläne keine Zustimmung bei den Gesetzgebern finden.” +++ fuldainfo

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