Die Fuldaer Schultheatertage stellen mittlerweile eine feste Größe dar, wenn es um die Stärkung der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen aus der Stadt und dem Landkreis Fulda geht. Unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen konnte dieses Projekt nun bereits zum 34. Mal in zehn Schulen durchgeführt werden. Und ganz im Einklang mit der – leider erfolglosen – Bewerbung der Stadt Fulda und der Gemeinde Petersberg für das „Europäische Kulturerbe Siegel“, wurde dieses Jahr zum Thema Europa Theater gespielt.
Somit eröffneten die Schultheatertage zahlreiche Möglichkeiten, sich mit Fragestellungen zur europäischen Identität und Geschichte sowie zur gegenwärtigen Politik intensiv auseinanderzusetzen.
Teilnehmende Schulen waren die Grundschule am Langenberg Großenlüder-Müs, die Grundschule St. Georg Großenlüder, die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Großenlüder, die Wigbertschule Hünfeld, die Konrad-Zuse-Schule Hünfeld, die Konrad-Adenauer-Schule Petersberg, die Heinrich-von-Bibra-Schule Fulda, die Rabanus-Maurus-Schule Fulda, die Geschwister-Scholl-Schule Fulda und die Winfriedschule Fulda. Für die Durchführung wurden erneut professionelle Theaterpädagoginnen und -pädagogen aus der Region beauftragt. Die Koordination lag in den Händen von Daniela Röll-Diegelmann, Fachberaterin des Staatlichen Schulamts für den Landkreis Fulda.
Die Pädagogen arbeiteten mit Kindern und Jugendlichen aus allen Schulformen drei Tage lang zum Motto Europa. Ganz wichtig war dabei, keine vorgegebenen Werke zu adaptieren, sondern Ideen und Impulse aus der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern aufzugreifen und diese in kleine Präsentationen münden zu lassen. Während traditionell die Aktiven mit ihrer Sequenz am letzten Tag eine große Bühne bespielen konnten, wurde diesmal die Form einer Fotostrecke gewählt, um den Erfolg der Arbeit zu dokumentieren. Auch ohne den Höhepunkt einer gemeinsamen Aufführung waren die Theatertage wiederholt ein voller Erfolg. Den begeisterten, hochmotivierten Schülerinnen und Schülern wird diese außergewöhnliche schulische Erfahrung sicher lange in Erinnerung bleiben. Theaterarbeit hat in Schulen einen festen Platz. Sie vereint Themenbereiche verschiedener Fächer wie Musik, Kunst, Deutsch, Sport und Fremdsprachen. Soziale Kompetenzen werden gefördert und gestärkt.
Von der fächerübergreifenden Beschäftigung in Grund- und Förderschulen in Projekten bis hin zu Wahlpflichtkursen im Darstellenden Spiel in der Oberstufe ist die Theaterarbeit als Unterrichtsfach, im Ganztagsprogramm und in Arbeitsgemeinschaften fest verankert. Während der diesjährigen Schultheatertage hatten Lernende aller Schulformen die Möglichkeit, Bereiche der kulturellen Bildung kennenzulernen oder das bereits aufgebaute Vorwissen anzuwenden und zu intensivieren. Zudem wurden kreative Kompetenzen der Beteiligten ausgebaut. Allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, Schulleitungen, Lehrkräften und Theaterpädagoginnen und -pädagogen, die mit ihrem Einsatz und ihrem Engagement zum Gelingen der Theatertage beigetragen haben, gilt besonderer Dank. Gefördert werden die Fuldaer Schultheatertage vom Verein „Zukunft Bildung Fulda e.V.“, finanzielle Unterstützung gab es wiederholt von Sponsoren, unter anderen der Stadt Fulda, der Firma RhönSprudel und der Sparkasse Fulda.
„Mein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden und Organisatoren sowie den Sponsoren der 34. Fuldaer Schultheatertage. Kreative pädagogische Prozesse fördern die Stärkung emotional-sozialer Kompetenzen, die für einen friedvollen Umgang im menschlichen Miteinander in ganz Europa wichtig sind“, resümiert Marion VanCuylenburg, Amtsleiterin des Staatlichen Schulamts für den Landkreis Fulda zum Abschluss des diesjährigen Projekts. +++ pm
Das könnte Sie auch interessieren
Caritas vollzog Spatenstich für Neubau für tagesstrukturierendes Angebot in der Wilhelmsstraße in Fu...
Bildungsmesse in Fulda eröffnet: Drei Tage im Zeichen von Ausbildung, Bildung und Karriere
Hochschule Fulda fordert nahtlose Fortsetzung des Bund-Länder-Programms für Professoren
Kalbach vor der Entscheidung: Wenn der Kämmerer den Bürgermeister herausfordert


