Gemeinde Eichenzell. Seit diesem Frühjahr nutzt in der Gemeinde Eichenzell der erste Privatkunde das schnellste High-Speed-Datennetz in ganz Deutschland mit 1 Gigabit (1.000 Megabit). Oliver Schmuck arbeitet von seinem Homeoffice aus im Ortsteil Lütter im Onlinemarketing. Daher ist er beruflich auf das schnelle Internet angewiesen. Durch das FTTH-Glasfasernetz (Fibre to the Home) mit Gigabit kann er nun alle gewünschten Internet-Anwendungen gleichzeitig nutzen. Der deutschlandweit erste Privatkundenanschluss mit 1000 Mbit/s (1 Gigabit/s) wurde im Mai dieses Jahres in Betrieb genommen, weitere 30 Privatkunden haben den Anschluss bestellt. „Damit zeigt sich, dass der Trend auch im privaten Bereich immer weiter nach oben geht und die alten Anschlüsse ausgedient haben“, erklärt Roger Marschewski, Geschäftsführer des lokalen Anbieters Rhönnet GmbH.
Früher ging im Ortsteil Lütter nichts
Nicht einmal 1 Megabit stand im Kupfernetz zur Verfügung und Oliver Schmuck musste für seine Arbeit ein Büro in Fulda mieten. Als das Glasfasernetz 2013 in Lütter in Betrieb ging, wurde er einer der ersten Kunden. Seitdem arbeitet er vom Homeoffice aus und nutzte bisher einen 100 Megabit-Anschluss. „ Den Gigabit-Anschluss habe ich mir sofort gesichert“, sagt Oliver Schmuck und betont: „Durch dieses Angebot gibt es derzeit faktisch keinerlei Probleme mit der Anwendung mehrerer Internetdienste wie beispielsweise Bildonlinekonferenzen, Webinare und dem Versand großer Daten-einheiten.“ Erst durch das hochleistungsfähige Glasfaser-Datennetz ist für Schmuck ein effektives Arbeiten online möglich. Für seine Familie bleibt noch genug Bandbreite übrig, um mit sehr guter Qualität Video-on-Demand oder Skype zu nutzen.
Gigabit wird in Eichenzell produziert
„Der Gigabit-Anschluss ist Teil unserer innovativen und zukunftsorientierten Produktpalette für gewerbliche und private Kunden“, so Marschewski. Da man Gigabit in Deutschland nicht einfach „einkaufen“ kann, ist Rhönnet als Mitglied der weltweiten Organisation und Verwaltung von Internet Ressourcen (RIPE) mit einem eigenen IP-Kreis gelistet, um solche Produkte selbst aufzulegen. Allerdings gibt es bisher überhaupt kein Testverfahren, das die Eichenzeller Internetgeschwindigkeit ermitteln kann. Daher konfiguriert Rhönnet einen eigenen Speedtest-Server, um die verfügbare Verbindungsbandbreite transparent darstellen und messen zu können.
Freies WLAN für Bürger und Besucher
Auf der Basis des superschnellen Glasfasernetzes installierte Rhönnet zusätzlich ein freies WLAN (Rhoennet-Free WLAN) an den Eichenzeller Kernpunkten, sodass die Bürger und Besucher der Gemeinde im öffentlichen Raum kostenlos im Internet surfen können. Noch in diesem Jahr wird das WLAN an allen öffentlichen Gebäuden, Sportstätten und sonstigen Einrichtungen der Gemeinde verfügbar sein. Wie bei allen anderen Investitionen kommt mit Blick in die Zukunft der neueste WLAN-AC-Standard zum Einsatz. Dieser ermöglicht den Nutzern je nach Endgerät eine Down- und Uploadrate mit 1 Gigabit. Die Liste der aktuellen WLAN-Standorte ist auf der Homepage www.rhönnet.de aufgeführt.
Eichenzell investiert 11 Mio. Euro in das eigene Glasfasernetz
Der Eigenbetrieb Breitband Eichenzell (EBE), ein 100%iger Betrieb der Gemeinde Eichenzell, hat ein FTTH-Glasfasernetz errichtet, das alle Haushalte der 11.500 Einwohner in allen Ortsteilen versorgt. Der Eigenbetrieb investiert ca. 11 Mio. Euro und kommt dabei ohne staatliche Zuschüsse oder Steuermittel aus. Bürgermeister Dieter Kolb erklärt: „Das innovative Konzept des Eigenbetrieb Breitband Eichenzell funktioniert eigenwirtschaftlich. Durch den Glasfaserausbau verschaffen wir unserer Gemeinde Eichenzell einen erheblichen Wettbewerbsvorteil als Wohn- und Gewerbestandort.“ +++ fuldainfo |pm

An diesem Engagement in Eichenzell kann und sollte sich die Stadt Fulda mit seinen Ortsteilen und seinem angeknacksten Provider Rhönenergie ein Beispiel nehmen.
Eichenzell hat mit seinem lokalen Provider (und freiem WLAN!) die Weichen für die nächsten Jahre gestellt: Die Attraktivität Eichenzells für Neuansiedelungen von Berufstätigen, die von zuhause aus arbeiten wollen, ist damit mehr als gesichert.
Immer mehr Kleinselbständige und Angestellte benötigen zuhause einen schnellen Internetanschluss für unterschiedlichste Anwendungen, die in dem Beitrag genannt werden. In Fulda ist das in vielen Ortsteilen immer noch ein nervenaufreibendes Geduldsspiel, da Fulda leider keinen zuverlässigen eigenen Provider hat. Selbst in der Stadtverwaltung Fulda gibt es wichtige Leute, die kaum von zuhause aus arbeiten können, da sie eben in einem Ortsteil (Dipperz) wohnen, der z.Bsp. von der Rhönenergie nicht gerade zuverlässig versorgt wird und jahrelang gar kein schnelles Internet hatte. Niemand wird ernsthaft seinen langsamen, aber zuverlässigen Provider wechseln, wenn er dann damit rechnen muss, einmal täglich seinen Router neu zu starten oder gar nicht mehr telefonisch erreichbar ist geschweige denn das Internet nutzen kann. Ob sich da inzwischen was gebessert hat, wage ich zu bezweifeln. Wäre schön, wenn es hier mal Feedbacks zu Rhönenergie auf dem flachen Land gäbe …;-)
Und genau über solche Probleme wird in Fulda nicht berichtet. Da ergötzt sich die FZ und ON lieber an Bildern vom Unternehmerball oder vom Stadtfest. Qualitativ hochwertige Berichterstattung sieht anders aus.
Aber gottseidank gibts ja Fuldainfo. Schleichwerbung Ende! ;-)