Wenn in Großenbach in der Vergangenheit starker Regen fiel, wurde es in der Kreuzstraße schnell ungemütlich. Immer wieder sorgten größere Regenereignisse und Starkregen dafür, dass Wasser über die Ufer trat, sich auf der Straße sammelte und angrenzende Grundstücke überschwemmte. Ein Problem, das die Anwohner kannten – und das nun Geschichte sein soll.
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen: Das Einlaufbauwerk in der Kreuzstraße im Stadtteil Großenbach ist vollständig erneuert worden. Bürgermeister Benjamin Tschesnok verschaffte sich vor Ort ein Bild vom Ergebnis der Arbeiten, zu denen auch der Bau eines Wartungsweges gehört. Dieser soll künftig sicherstellen, dass das Bauwerk regelmäßig gewartet und damit dauerhaft funktionsfähig gehalten werden kann.
Die Aufgabe des Bauwerks ist dabei ebenso schlicht wie entscheidend: Es nimmt das Wasser von zwei Gewässern aus dem Außengebiet auf und führt es in einen Kanal. Dieser leitet das Wasser durch die Ortslage von Großenbach und entwässert es schließlich in den Vorfluter Hasel.
Das alte Einlaufbauwerk war allerdings längst an seine Grenzen gestoßen. Es entsprach nicht mehr dem Stand der Technik – mit spürbaren Folgen. Mehrmals im Jahr kam es zu Ausuferungen und Überschwemmungen der Straße sowie angrenzender Grundstücke. Situationen, die für die Betroffenen nicht nur ärgerlich, sondern mitunter auch belastend waren.
„Aus diesem Grund wurde das Einlaufbauwerk erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht“, erklärt Bürgermeister Tschesnok. Neben der baulichen Modernisierung wurde auch die technische Ausstattung erweitert. Stefan Albinger, Sachbearbeiter beim Tiefbauamt der Stadtverwaltung, verweist auf eine wichtige Neuerung: „Außerdem wurde am Einlaufbauwerk ein Sensor installiert, der beim Anstieg des ankommenden Wassers eine Warnmeldung über das Starkregenfrühalarmsystem des Landkreises Fulda sendet.“
Mit dem Umbau wurde nicht nur das Bauwerk selbst modernisiert. Im Bereich des Einlaufbauwerkes erneuerten die Arbeiter auch sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen sowie die dazugehörigen Schachtbauwerke. Teilweise wurden diese sogar neu verlegt.
Die Stadt investiert damit eine beträchtliche Summe in die Infrastruktur: Rund 350.000 Euro kostet das Bauprojekt insgesamt. Geld, das vor allem in die Sicherheit und in eine bessere Vorsorge gegen zunehmende Starkregenereignisse fließt.
Beim Ortstermin am neuen Bauwerk standen Bürgermeister Benjamin Tschesnok und Stefan Albinger schließlich dort, wo künftig Wasser aus dem Außengebiet kontrolliert in Richtung Hasel weitergeleitet wird – ein technisches Detail der kommunalen Infrastruktur, das im Alltag kaum auffällt, dessen Funktion für den Ort aber umso wichtiger ist. +++

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