Das ist der Stoff, aus dem die Träume sind. WM-Träume im Billard. In wenigen Tagen beginnt die Weltmeisterschaft in Saudi Arabien - mit einem Duo der SG Johannesberg. Gemeint sind Tobias Bongers aus dem Bundesliga-Team, das die Saison kürzlich als Dritter beendete. Auch Pius Baier begibt sich auf die Reise. Die noch 16-jährige Nachwuchs-Hoffnung des Fuldaer Teams startet im Junioren-Wettbewerb.
Am Sonntagnachmittag beginnt das Abenteuer für Pius. Von Frankfurt aus hebt sein Flieger ab nach Jeddah - in der Landessprache Dschidda. Baiers Konkurrenz nennt sich „Saudi World Junior Championships“. 16 Teilnehmer nehmen den Wettbewerb auf - acht aus den arabischen Staaten, acht aus Asien, Deutschland oder aus anderen Ländern. Pius ist also mittendrin - es ist sein siebter internationaler Start: je zweimal nahm er an Konkurrenzen in England und Luxemburg teil, je einmal in Bosnien und Slowenien.
Befragt nach Erwartungen, Zielen oder Gefühlen räumt der 16-Jährige ein: „Meine Gefühle? Sehr aufgeregt bin ich. Ich trainiere wie ein Verrückter.“ Zuhause in Rengersfeld in der Rhön - und jetzt startet er, nachdem er ein einjähriges Gastspiel beim PBC Gelnhausen gab, wieder für die SG Johannesberg. Pius‘ Trainingsumfang und -Intensität ist groß, „pro Woche kommen fast 30 Stunden zusammen“, bemerkt er - und fiebert dem großen Ereignis entgegen. Er ist bestrebt, die Chance zu nutzen - parallel findet die WM der Herren statt, an der der SGJler Tobias. Bongers teilnimmt. Pius weiß: Auch ihm bietet sich eine große Bühne.
„Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich da teilnehmen kann“, sagt er. Das klingt nicht nur echt und glaubwürdig - es ist es auch. Pius Baier fliegt mit einem deutschen Starter nach Saudi-Arabien. Einen, der er seit fast fünf Jahren kennt und mit dem er „immer unterwegs“ war: Justus Oestreich aus Gelnhausen. Seit einigen Wochen geht Pius wieder für die SG Johannesberg an den Start - hier würden sich Abteilungsleiter Alexander Peer, Arik Reiter, so etwas wie Baiers Mentor und alle Billardfreunde im Verein über ein positives Abschneiden freuen. Baier will und wird sich bei der SGJ entwickeln in naher Zukunft. „Ich hab‘ jetzt ein Jahr vor mir, in dem ich befreit aufspielen kann“, sagt er. Zunächst startet er in der Zweiten, mit der er den Wiederaufstieg in die Oberliga schaffen will.
Ach ja, am Tag des Rückflugs, am Samstag kommender Woche, feiert Pius Baier seinen 17. Geburtstag. Und wer seinen Ehrgeiz einzuschätzen weiß, der mutmaßt, dass er ein Geschenk im Gepäck hat. +++ rl







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