Der Bundesdrogenbeauftragte Burkhard Blienert (SPD) hat die Einführung von neutralen Einheitsverpackungen für Zigaretten ins Gespräch gebracht. Bei Beschränkungen von Werbung und Marketing für Tabakprodukte habe Deutschland gegenüber anderen Staaten noch immer einen erheblichen Nachholbedarf, sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Wir müssen alle Instrumente nutzen und lieber mehr als zu wenig regulieren", sagte er. Dazu gehöre auch ein ehrlicher Blick auf den Ist-Zustand: "Wir sollten uns anschauen, ob und wie Werbung noch möglich ist, ob neutrale Einheitsverpackungen realistisch sind." Die Zahl von 127.000 Tabaktoten pro Jahr sei nicht akzeptabel, fügte er hinzu. Kritik übte er an der von der großen Koalition in der vergangenen Wahlperiode auf den Weg gebrachten schrittweisen Tabaksteuererhöhung bis 2026. "Die von der Vorgängerregierung beschlossenen sehr kleinen Schritte bei der Erhöhung der Tabaksteuer helfen meiner Meinung nach nur wenig, um den Konsum zu senken", hob er hervor und fügte hinzu: "Die Fachwelt ist sich einig, dass Preiserhöhungen mit die wirksamste Methode sind, um die Menschen vom Rauchen abzubringen." +++
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