Der Leiter der Forensischen Psychiatrie am Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit und Mitverfasser der großen Missbrauchsstudie im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, Harald Dreßing, hat die katholische Kirche dazu aufgerufen, eine neutrale Kommission mit der Aufklärung des sexuellen Missbrauchs zu beauftragen. "Wir haben für unsere Studie ja nur anonymisierte Daten erhalten. Jetzt müsste eine neutrale Kommission die Akten einsehen und Ross und Reiter benennen. Es geht da nicht um die Befriedigung primitiver Rachegefühle. Eine Untersuchung ist notwendig, damit die Strukturen des sexuellen Missbrauchs analysiert werden können, um eine wirksame Prävention in Zukunft zu betreiben", sagte Dreßing dem "Mannheimer Morgen". Dreßing kritisierte, dass die Missbrauchsopfer beim Gipfel in Rom viel zu wenig einbezogen würden. "Dabei sind die Betroffenen die eigentlichen Experten für die Analyse und die Aufarbeitung. Die Kleriker sind ja ein Teil des Problems und können deshalb nicht federführend in der Aufarbeitung sein. Es waren geweihte Priester, die die Taten begangen, damit unangemessen umgegangen sind oder die Taten sogar vertuscht haben", so Dreßing weiter. +++
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