Drehleiter in Hofbieber im Dienst

Landrat Bernd Woide (von links), Kreisbrandinspektor Adrian Vogler, Frank Rüsbsam (Wehrführer der Feuerwehr Hofbieber-Mitte), Philipp Adelmann (stellvertretender Wehrführer), Gemeindebrandinspektor Heiko Kremer, Marius Domhöfer (stellvertretender Wehrführer) und Bürgermeister Markus Röder bei der Indienststellung der Drehleiter. Foto: Sebastian Mannert

Ein historischer Moment für den Landkreis Fulda: Erstmals in seiner Geschichte hat der Kreis selbst eine Drehleiter angeschafft und offiziell in Dienst gestellt. Stationiert ist das imposante Einsatzfahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr Hofbieber-Mitte, von wo aus es künftig in der gesamten Rhön zum Einsatz kommt. Die Kosten für die neue Sicherheit aus der Höhe belaufen sich auf 477.000 Euro.

Mit der Drehleiter in Hofbieber verfügt der Landkreis nun über insgesamt vier dieser Spezialfahrzeuge. Neben zwei Drehleitern in Fulda und einer in Hünfeld soll die neue Einheit gezielt den Bereich der Rhön abdecken. Rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger profitieren damit künftig von kürzeren Einsatzzeiten und zusätzlicher Sicherheit – auch in den höher gelegenen Regionen.

Hofbiebers Bürgermeister Markus Röder zeigt sich erfreut über den Zuwachs für den Brandschutz: „Ich freue mich sehr, dass wir mit der neuen Drehleiter von Hofbieber auch die Region sicherer machen können und dass sich 15 Freiwillige zu Drehleitermaschinisten haben ausbilden lassen. Dafür möchte ich den Kameradinnen und Kameraden vielmals danken.“ Sein Dank gilt insbesondere dem ehrenamtlichen Engagement, ohne das ein solcher Betrieb nicht möglich wäre.

Die vollautomatische Drehleiter ist ein echtes Multitalent. Sie kommt beim Löschangriff ebenso zum Einsatz wie bei der Rettung aus Höhen und Tiefen. Darüber hinaus dient sie zur Belüftung von Objekten, als Tragehilfe im Rettungsdienst, zum Ausleuchten von Einsatzstellen sowie zum Heben von Lasten. Pro Einsatz rücken drei Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hofbieber mit dem Fahrzeug aus.

Auch Landrat Bernd Woide sprach bei der Indienststellung von einem besonderen Tag. Die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen sei grundsätzlich Aufgabe der Kommunen, ebenso wie die Bereitstellung einer Feuerwehr selbst. Bei Drehleitern gelte jedoch eine besondere Situation. Fulda und Hünfeld hätten aufgrund ihrer städtischen Strukturen eigene Drehleitern beschafft, eine einzelne Gemeinde müsse ein solches Fahrzeug aber grundsätzlich nicht vorhalten. Gesetzlich sei geregelt, dass Drehleitern im Rahmen der überörtlichen Hilfe in der Regel innerhalb von 30 Minuten am Einsatzort eintreffen müssen. Um genau dies auch in der Rhön sicherzustellen, habe der Landkreis Fulda die Drehleiter gekauft und bewusst in Hofbieber platziert. „Auch ich möchte den Kameradinnen und Kameraden ganz herzlich danken, dass sie sich diesem hochkomplexen Gerät widmen und sich fortgebildet haben, um den Menschen noch besser helfen zu können“, so Woide.

Die künftigen Einsatzschwerpunkte der Drehleiter liegen vor allem in den Kommunen Dipperz, Ehrenberg, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Poppenhausen und Tann. Auch Einsätze an der Wasserkuppe, dem höchsten Berg Hessens, gehören zum vorgesehenen Einsatzgebiet.

Kreisbrandinspektor Adrian Vogler hob die Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor: „Ich möchte den Kameradinnen und Kameraden in Hofbieber für diese tolle Teamarbeit danken. Gemeinsam haben wir es hinbekommen, in Hofbieber nun eine Drehleiter platzieren zu können.“ Beim Fahrzeug selbst handelt es sich um eine 13 Jahre alte Drehleiter, die zuvor vom Land Hessen zu Übungs- und Ausbildungszwecken genutzt wurde. Sie wurde umfassend generalüberholt und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. „Die Drehleiter ist in bestem Zustand – die Kosten von 477.000 Euro sind gut angelegt und wichtig für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, betonte Vogler abschließend.

Gemeindebrandinspektor Heiko Kremer blickte auf die vergangenen Monate zurück und sprach von einer intensiven Zeit. „Die letzten Monate waren anstrengend, aber auch erfüllend. Unsere Kameraden haben unglaublich viel Zeit investiert, um dieses Fahrzeug sicher beherrschen zu können.“ Das Vertrauen, das dem Standort Hofbieber mit der Stationierung der Drehleiter entgegengebracht werde, wolle man nun mit Leistung, Einsatzbereitschaft und Professionalität zurückzahlen. +++


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