Bad Hersfeld. Am Dienstag stellte der Festspielintendant der Bad Hersfelder Festspiele Dr. Dieter Wedel zusammen mit dem Künstlerischen Leiter der Bad Hersfelder Festspiele Joern Hinkel in der Sparkasse Bad Hersfelder-Rotenburg in Bad Hersfeld das Programm der 68. Bad Hersfelder Festspiele (06. Juli bis 02. September) vor. Im kommenden Jahr erwartet die Zuschauer neben einer Wiederaufnahme von Stefan Hubers erfolgreicher Musicals-Inszenierung von „Titanic“, das „Karlos-Komplott“ nach Friedrich Schiller. Die Komödie „Shakespeare in Love“ und „Hair“, welches als neues Musical erstmals in der Stiftsruine Premiere feiern wird, runden die prägnanten Highlights der Bad Hersfelder Festspiele 2018 ab.
Der neue Wedel ist ein Polit-Thriller über einen Überwachungsstaat, ebenso aber auch eine Geschichte über eine unerfüllte Liebe, über nicht erfüllbare Liebe, über Sehnsüchte und verbotene Träume, über Misstrauen, verräterische Gefolgsleute, eine erkaltete Ehe und nicht zuletzt ein großes Vater-Sohn-Drama. Das Karlos-Komplott vereint all dies in einem Stück, wie es moderner und gegenwartsbezogene wohl kaum sein kann. In Anlehnung an den Autoren und Dramaturgen John von Düffel sagte heute Joern Hinkel: „Don Karlos gehört definitiv zu den 10 besten Stücken der Weltliteratur, gleichzeitig aber auch zu den 10 unverständlichsten und am Schwierigsten nachzuvollziehendsten Stücken, weil dieses Stück so unglaublich viel historisches Wissen beim Zuschauer voraussetzt und daher meistens auf ein psychologisches Familiendrama heruntergestrichen- und reduziert wird. Und gerade die Sprengkraft, die politische Sprengkraft, die in diesem Stück liegt, die wir heute gar nicht verstehen können, bleibt den Zuschauern meistens verborgen. Darauf aber wollen wir ganz besonders eingehen, weil wir glauben, dass dieses Stück heute unglaublich modern und aktuell ist.“
Etabliert wurde die Begrifflichkeit des „neuen Wedel“ im Übrigen durch das Fernsehen, im Kontext seines Geburtstages Festspielintendant Dieter Wedel erst kürzlich auf ein neues Filmprojekt angesprochen wurde und dieses er in nicht allzu ferner Zukunft realisieren wird.
Bezaubernd und genauso temporeich, wie das Karlos-Komplott, wird das zweite Schauspiel des Sommers 2018 in der Stiftsruine. In der Deutschen Ersturaufführung wird die Bühnenfassung von Lee Hall von „Shakespeare in Love“ nach dem Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard gezeigt (Premiere am: 20. Juli 2018, 21:00 Uhr, Stiftsruine, Bad Hersfeld).
Das neue Musical der Bad Hersfelder Festspiele war und ist bis heute Kult: „Hair“ (Premiere am: 03. August 2018, 21:00 Uhr, Stiftsruine, Bad Hersfeld). Genau 50 Jahre nach der skandalumwitterten, deutschen Erstaufführung 1968 in München kommt Hair, ein Meilenstein des Musiktheaters, eine brillante Show aus mitreißender Rockmusik, Tanz und schillernden Kostümen auf die Bühne der Hersfelder Stiftsruine. In einer neuen Fassung setzt Erfolgsregisseur Gil Mehmert (Cabaret) mit der hinreißenden Choreografin Melissa King Hair in Szene. Die Musikalische Leitung hat Christoph Wohlleben. Hair ist das Lebensgefühl der Peace-Generation, freie Liebe, Rebellion gegen das Establishment und Auflehnung gegen den Krieg. Songs, wie „Aquarius“, Good Morning Starshine“ und „Let The Sunshine In“, sind längst zu Welthits geworden.
Neben diesen Inszenierungen in der Stiftsruine, wird es eine Komödie im Schloss Eichhof sowie ein Angebot für Kinder geben. Beide werden im Frühjahr 2018 vorgestellt.
Der Vorverkauf für die 68. Bad Hersfelder Festspiele beginnt am Montag, den 27. November 2017, in der Ticket-Zentrale in Bad Hersfeld, in allen Eventim-Vorverkaufsstellen und online. Bis zum 31. Dezember 2017 wird ein Frühbuchervorteil von 10 Prozent gewährt. Tickets und Informationen im Internet unter www.bad-hersfelder-festspiele.de, ticket-service@bad-hersfeld-festspiele.de sowie unter der Telefonnummer: 06621 640 200. +++ jessica auth
Video Vorstellung Festspiele 2018 :: Video Wedel nimmt Stellung zum Defizit 2017

Ich kann es nicht oft genug sagen, was man hier bei einigen anderen Medien (besonders heimatnahe) wieder zu lesen bzw. zu sehen bekommt, beschämt mich. Was ist mit dem Berufsstand des Journalisten passiert? Können die wirklich kaum noch etwas so erfassen, wie es war oder wollen sie es einfach nicht mehr? Beides gibt mir zudenken. Auf fdi ist, wie immer, Verlass. Ein einzelner Stern, der immer heller leuchtet. Danke für das Video zum Defizit.