Die R+S Group AG der Zukunft

R+S blickt trotz Fachkräfteproblematik optimistisch in die Zukunft

Rainer Bauer, Ralph Burkhardt und Markus Röhner

Mit einem neuen und frischen Markenauftritt geht die R+S Group AG, mit Hauptsitz in Fulda, an den Start. „Wir haben damit die Weichen für die Zukunft gestellt und entscheidende Schritte für die veränderten Anforderungen von Markt und Wettbewerb eingeleitet. Im Fokus unserer Strategie stehen dabei unsere 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere wertvollen Kundinnen und Kunden“, betonte heute der Vorstandsvorsitzende der R+S Group AG, Ralph Burkhardt, im Rahmen eines Pressegespräches zur neuen Struktur und Ausrichtung des Unternehmens in der Zukunft. Wer Stabilität und Synergien wolle, brauche eine klare Richtung. „Deshalb haben wir unsere Vision und die Unternehmenswerte komplett neu entwickelt. Auch unser Auftritt nach außen hat ein neues Gesicht. Sichtbar ist dies vor allem auf der neuen Internetpräsenz der R+S Group.“

Mitte 2017 haben die Planungen dafür begonnen. Zum 30-jährigen Jubiläum im Mai letzten Jahres wurde die „R+S Group AG der Zukunft“ erstmalig offiziell vorgestellt und jetzt wird das Ergebnis nach 15 Monaten intensiver Arbeit präsentiert. Die Veränderungen betreffen drei Bereiche: Die Organisation des Unternehmens, das Management und die Arbeitgebermarke. „Wir stärken die Potentiale in den Märkten, die wir kennen“, erklärt Ralph Burkhardt und berichtet von künftig drei Sparten, statt bisher sieben Säulen. Kerngeschäft des Unternehmens ist die Gebäudetechnik. Sie nimmt eine bedeutsame Rolle ein und ist in der R+S solutions verankert, dem technischen Ressort des Konzerns. In der zweiten Sparte, NEWA, befindet sich das gesamte Handelsgeschäft mit Elektro-Großhandel und Endkunden-Geschäft. „In einer digitalen Welt mit globalem Wettbewerb verändern sich die Bedürfnisse unserer Kunden und damit auch die Anforderungen an uns.“ Unter dem Dach der R+S POWER solutions, der dritten Sparte, sind die Personallösungen sowie Industrie- und Dienstlistungen untergebracht.

Im Zuge der neuen Struktur ist es auch zu Veränderungen im Vorstand der R+S Group AG gekommen. Neben dem Vorstandsvorsitzenden, Ralph Burkhardt, steht Rainer Bauer als Vorstand an der Spitze des Konzerns. „Damit haben wir das Leistungsgremium seit Mai 2018 von sechs auf zunächst drei und jetzt zum Jahresbeginn 2019 auf zwei Köpfe verkleinert und, wie angekündigt, auch verjüngt. Das war die gemeinsame Zielsetzung mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern. Ende 2018 ist, was ebenfalls Monate geplant war, Armin Alt aus der Führungsriege ausgeschieden“, sagt Burkhardt und ergänzt: „Künftig werden wir im Vorstand von einem erweiterten Managementteam unterstützt und haben die operativen Einheiten gestärkt.“

Firmengründer, Mehrheitsgesellschafter und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, Markus Röhner, hat sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Seine Aufgabe liegt darin, sich um Zukunftsmärkte und strategische Themen zu kümmern. „Diese Entscheidung habe ich für mich persönlich getroffen. Sie war wohl überlegt und über einen längeren Zeitraum gut vorbereitet“, betonte heute Markus Röhner und ergänzt: „Der Plan geht auf. Unsere Neuausrichtung, die absolut nach Zeitplan läuft, ist der erste, sichtbare Beweis dafür.“ „Wissen, was an der Basis los ist.“ Dies ist Ralph Burkhardt und seinem Vorstandskollegen, Rainer Bauer, wichtig. „Deshalb legen wir den Fokus auf unsere Mitarbeiter. Sie sind die Herzkammer der R+S Group und für unseren gemeinsamen Erfolg verantwortlich.“ Der smarte und dynamische Auftritt im Web Social Media sowie den internen und externen Publikationen soll die Arbeitgebermarke weiter voranbringen und das Profil des Unternehmens schärfen. „Der Mensch ist unser wichtigstes Bauteil. Wir bieten attraktive Jobs in einem leistungsfähigen Handwerksbetrieb mit guten Zukunftsaussichten und interessanten Rahmenbedingungen.“ Im hart umkämpften Markt werde sich der Konzern künftig noch deutlicher positionieren, kündigt die Vorstandsetage an.

Großprojekt am Frankfurter Flughafen

Zwei bedeutende und sehr komplexe Projekte wickelt die R+S Group aktuell in der Region ab. Dazu zählen der Neubau des OP- und Notfallzentrums am Klinikum Fulda und die neue CI-Factory mit Logistik-Tower von Engelbert Strauss an der A66 bei Schlüchtern. „Beide Großbaustellen – mit einem Gesamtvolumen von über 30 Millionen Euro – sind uns wichtig, denn sie erzeugen bei den Mitarbeitern einen gewissen Werksstolz und unseren Auftraggebern können wir zeigen, welches Know-how und welche Kompetenzen die R+S Group besitzt“, sagt Burkhardt. Ein Highlight im Jahr 2019 wird der Start für das Projekt „Flugsteig G im neuen Terminal 3“ der Fraport AG in Frankfurt am Main. „Dass wir uns hier im internationalen Wettbewerb erfolgreich durchsetzen konnten, freut uns sehr, denn unser Auftrag ist die Ausführung der Elektrotechnik in diesem Gebäude, von der Brandmeldeanlage bis zur Informationstechnik.“ Der Vorstandsvorsitzende rechnet damit, dass in der Spitze bis zu 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Niederlassungen Fulda, Hanau und Mannheim dort gleichzeitig zum Einsatz kommen. „Das ist erstmalig und ein Rekord.“ Die Bauzeit beträgt 29 Monate, das Auftragsvolumen beträgt 26,2 Millionen Euro. Erstmals tritt R+S als ARGE mit der Lindner AG aus Arnstorf (Bayern) sowie weiteren Partnern auf. „Hier kommt es auf eine millimetergenaue Detailplanung und engmaschige Abstimmung mit unseren Partnern an.“

Mit 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 30 Standorten erwirtschaftet die R+S Group AG ein Jahresvolumen von rund 400 Millionen Euro Umsatz. „Unsere Auftragslage hat aktuell eine Reichweite von knapp 14 Monaten im Voraus“, berichtet Finanz-Vorstand, Rainer Bauer, und erklärt: „Damit sind wir für 2019 bestens aufgestellt. Die Herausforderung besteht nun darin, Fach- und Führungskräfte in ausreichender Zahl zu generieren, um die komplexen Projekte, die uns vom regionalen Markt abheben, abwickeln zu können. Dieses Phänomen beschäftigt nicht nur die R+S Group, sondern die gesamte Branche.“

Von fuldainfo.de auf die Problematik der Fachkräfterekrutierung angesprochen, antwortete Ralph Burkhardt: „Bezugnehmend der Fachkräfterekrutierung sitzen wir natürlich mit anderen, branchenähnlichen Unternehmen im selben Boot. In Deutschland Fachkräfte zu gewinnen, ist eigentlich unmöglich, aber wir sind kurz davor. Aus diesem Grund war es uns wichtig, in die Arbeitgebermarke zu gehen und zu überlegen, wie können wir Menschen unabhängig von Themen oder Projekten an uns binden? Aber auch bei uns gestaltet sich das reine Facharbeitergeschäft äußerst schwierig.“ Und Markus Röhner ergänzt: „Das Problem Fachkräfte zu bekommen, ist inzwischen auch bei uns angekommen, sodass schon längst nicht mehr das Problem ist, Aufträge zu bekommen, sondern viel mehr die Fachkräfte für die Aufträge. Die Unternehmen, die kein Fachpersonal haben, werben dieses dort ab, wo sie welches finden, von daher sind wir natürlich ein großer Angriffspunkt. Alle unsere Fachkräfte – ganz gleich ob im Elektrobereich oder im Bereich der Mechanik – haben Morgen drei andere Jobs. Von daher ist dies schon ein großes Problem und wir sind natürlich auch anfällig gegenüber Angriffen von außen.“ +++ pm/ja

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