DGB schlägt Gründung eines Azubiwerkes vor

Fuldainfo

Im Rahmen der Diskussion um die Ausgestaltung des Konjunktur- und Investitionspakets der Landesregierung schlägt der DGB vor, ein Azubiwerk ähnlich den Studentenwerken zu schaffen. Der Zweck sollen vorrangig die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und attraktive Mobilitätsangebote sein, heißt es in einer Mitteilung. Dazu Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirkes Hessen-Thüringen: „Auszubildende haben in Ballungszentren aber auch im ländlichen Raum Schwierigkeiten bezahlbaren Wohnraum zu finden. Oft sind die Ausbildungsbetriebe bei bestimmten Berufen weit weg und die Schulen zentralisiert. Junge Menschen müssen heute mobiler sein, als noch vor einigen Jahren und haben folglich öfter mit Problemen der Mobilität und der Wohnsituation zu kämpfen. Auch den Arbeitgebern gelingt es an der Stelle nur schwer geeignete Lösungen für diese Probleme zu finden, die oft der gewünschten Aufnahme einer Ausbildung im Wege stehen.

Michael Rudolph sagt, es ist wichtig das Umfeld und die Bedingungen für berufliche Bildung und der Situation von Auszubildenden zu verbessern. „Hier kann das Land mit der Schaffung eines Azubiwerkes einen Meilenstein setzen und so Auszubildenden und ihren Betrieben weiterhelfen. Prämien und Boni für Betriebe die ausbilden gibt es durch Bundes- und auch Landesprogramme bereits genug. Jetzt ist es wichtig Strukturen zu schaffen, die Ausbildung langfristig fördern und erleichtern“. Die Aufgaben des Werkes sollten die Schaffung und Verwaltung von bezahlbaren Wohnraum für Auszubildende etwa in Azubiwohnheimen sein. Da fast jeder oder jede dritte Auszubildende bei Beginn der Ausbildung minderjährig ist, muss hier auch für eine entsprechende Betreuung in den Wohnheimen gesorgt werden. Ebenso kann das Werk attraktive und bezahlbarer Mobilitätsangebote schaffen und ausbauen wie zum Beispiel das 365-Euro Ticket oder auch die Förderung von Fahrgemeinschaften im ländlichen Raum. Denkbar sind dann auch Freizeit- und Sportangebote“

„Ich hoffe, dass diese Idee von der Regierung und der Opposition bei ihren Verhandlungen positiv aufgegriffen wird. Gerne beteiligen wir uns mit Ideen an weiteren Gesprächen zur konkreten Ausgestaltung eines Azubiwerkes“, sagt Michael Rudolph. +++


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*