Deutsche Steuerbehörden bereiten Großaktion gegen Schwarzgeld in der Schweiz vor

Berlin. Die deutschen Steuerbehörden bereiten dem Nachrichtenmagazin “Focus” zufolge eine Großaktion zur Aufdeckung weiterer Schwarzgeldkonten in der Schweiz vor. Über bislang ungenutzte Gruppenabfragen sollen Finanzämter gezielt Namen deutscher Anleger anfordern, die seit Februar 2013 ein Konto in der Schweiz aufgelöstoder in ein Drittland verlegt hätten, berichtet “Focus” unter Berufung auf einen Sachstandsbericht des Bundesfinanzministeriums. Darin heißt es, die “Frage der Konkretisierung und plausiblen Darlegung” einer solchen Abfrage sowie geeignete Sachverhalte würden gerade intensiv zwischen dem Bund und den obersten Finanzbehörden der Länder abgestimmt. Fast alle Schweizer Banken drängen laut “Focus” inzwischen deutsche Kunden mit dem Verdacht auf unversteuertes Kapital zu einer strafbefreienden Selbstanzeige im Heimatland. Dabei setzten sie Fristen bis zum Mai, längstens aber bis Jahresende. Der Münchner Steueranwalt Rainer Spatscheck von der Großkanzlei Streck, Mack, Schwedhelm sagte dem Magazin: “Wer der Aufforderung nicht nachkommt, wird gekündigt.”

Die Banken seien meist nicht gewillt, das Vermögen bar auszuzahlen, “sondern nur in Form eines Verrechnungsschecks”. Damit hinterließen sie Spuren, die von Steuerfahndern ermittelt werden könnten. Um Kunden, die sich uneinsichtig zeigten, kümmern sich “Focus” zufolge in einigen Banken spezielle Einheiten unter der Bezeichnung “Exit-Team”. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Schweizerischen Bankiervereinigung, Claude-Alain Margelisch, erklärte auf “Focus”-Anfrage: “Die Schweizer Banken geben ihren deutschen Kunden die klare Empfehlung, sich im Rahmen des Selbstanzeigeprogramms zu offenbaren.” +++ fuldainfo

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