David Jakobs ist am Sonntag für seine Rolle des Franz von Moor in Gil Mehmerts Inszenierung „Die Räuber“ im Rahmen der diesjährigen Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine mit dem „Großen Hersfeldpreis 2025“ ausgezeichnet worden. „Als Schauspieler zeigt er mit Kraft und Präsenz den zweitgeborenen Sohn als Intriganten und ‚Kanaille‘. David Jakobs spielt das Böse mit Verve und Lust. Als Sänger steht seine Interpretation der Figur exemplarisch für das originelle und stimmige Konzept von Regisseur Gil Mehmert, der das Drama von Schiller mit der Musik der Toten Hosen kombiniert. David Jakobs trägt diesen außergewöhnlichen Theaterabend durch sein intensives Spiel und seinen markanten Gesang“, begründet die Jury ihre Wahl.
Der „Hersfeldpreis 2025“ ging an Myriam Akhoundov für ihre Rolle der Ronja Räubertochter in Oliver Urbanskis musikalischer Inszenierung nach dem Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren. In der Begründung der Jury heißt es: „Mit ihrer erfrischend quirligen Art und ihrer positiven Ausstrahlung bezaubert sie nicht nur die Räuberbande, sondern auch das Publikum. Mit großem Gerechtigkeitssinn überwindet ihre freiheitsliebende Ronja die Feindschaft zwischen den Banden. Myriam Akhoundovs Gesang berührt; voller Spielfreude und Natürlichkeit verkörpert sie das mutige Mädchen mitreißend.“
Die undotierten Preise werden seit 1961 von der „Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine e.V.“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Hersfeld gestiftet. Sie sind in zwei Kategorien unterteilt: Den Hersfeldpreis erhalten laut der Satzung „Darsteller, die sich durch ihre Leistung besonders profiliert haben, obwohl sie keine Hauptrolle übernommen hatten“. Der Große Hersfeldpreis wird verliehen an „eine Hauptrolle, die die weiträumige Hersfelder Theaterstätte in Spiel und Sprache zu beherrschen vermag und sich als rollenausschöpfende Schauspielerpersönlichkeit erweist.“ +++

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