Das macht mich froh: Ätschi-Bätschi

Wir sind schon ein lustiges Land geworden

Jürgen Schmitt. Foto: Privat

Ab sofort werden Sie in dieser Rubrik auch Beiträge von Jürgen Schmitt lesen. Er hat Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Fulda studiert und ist Mitbegründer der Beratungs- und Investmentgesellschaft MECONOMICS GmbH, heute BÖRSEN-SPIEGEL Verlagsgesellschaft mbH. Gemeinsam mit Cliff Michel und einem erfahrenen Research-Team betreut er seit über 20 Jahren professionelle Anleger. Als Herausgeber und Chefanalyst zahlreicher Börsenpublikationen genießt er in der Branche einen exzellenten Ruf. Seine Klienten und Leser schätzen vor allem sein hervorragendes Gespür für Stimmungen und Markttrends. Mit seinen Mitarbeitern wertet Jürgen Schmitt über 100 der weltweit renommiertesten Börsenbriefe aus. So können die Leser der BÖRSEN-SPIEGEL-Publikationen von den aufwendigen Analyse- und Bewertungsmethoden profitieren und erfahren in konzentrierter Form, welche Aktien bei Experten hoch im Kurs stehen und in welche Richtung die Börse läuft. Neben seiner redaktionellen Tätigkeit ist Jürgen Schmitt unter anderem Geschäftsführer der BÖRSEN-SPIEGEL-Verlagsgesellschaft mbH und der JS Capital GmbH.

Der erste Beitrag von Jürgen Schmitt auf fdi – Das macht mich froh: Ätschi-Bätschi

In den letzten Tagen gab es so viele Dinge, die mich froh gemacht haben, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Am meisten hängen geblieben ist der Rückzug von Andrea Nahles. „Ooooh, das ist jetzt aber böse“, wird der eine oder andere denken. Nahles-Fans müssen sich jetzt keine Sorgen machen. Sie ist im Anschluss an ihre Politik-Karriere nicht mittellos und wird mehr Bezüge von „Vater Staat“ (oder sagt man inzwischen Mutter Staat oder gar Eltern-Staat?) erhalten als 90 Prozent der Deutschen oder gar mehr durch ihre Arbeit verdienen. Doch dafür hat sie uns ja mit „Ätschi Bätschi“ oder ihrem Pipi-Langstrumpf-Gesang im Bundestag auch sehr viel Freude bereitet.

Witzig ist, dass ihr jetzt alle nachtrauern. In den eigenen Reihen ist das Bedauern natürlich am Größten, zumal keiner bereit ist, den SPD-Karren endlich wieder aus dem Dreck zu ziehen. Nahles hatte aber zuvor auch in guter alter Merkel-Manier mit dem Besen durch den Genossen-Stall gekehrt und so manch unliebsamen Zeitgeist in die Verbannung gejagt – vor allem solche, die bereit und in der Lage waren, Führungsaufgaben zu übernehmen. Jetzt ist der Bumerang mit Sturmgeschwindigkeit zurückgekommen. So schnell kann es gehen.

Doch auch in der Union ist die Trauer groß. Schließlich drohen jetzt kurzfristig vielleicht sogar Neuwahlen – und dann dürften viele Gefolgsleute der Kanzlerin ihren gerade eingesessenen Platz im Parlament wieder räumen – womit natürlich auch die „Pensionsansprüche“ geschmälert würden. Und das ist nicht schön für viele Berufspolitiker, die keinen normalen Job gelernt haben… Die Grünen wiederum kriegen das Lachen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Waren sie noch die großen Verlierer der letzten Bundestagswahlen, schweben sie jetzt im Stimmungshoch. Warum eigentlich? Wegen Greta Thunberg? Wegen Robert Habeck? Nein! Wegen dem Sommer!

Früher gab es im Wetterbericht noch schöne Wetterkarten, wo Temperaturen von 30 Grad mit bunten und fröhlichen Farben dargestellt wurden, die einfach nur Lust auf Schwimmbad und Eis verbreiteten. Heute sind die Karten tiefrot gefärbt, um auch dem letzten Volltrottel grafisch aufzuzeigen, dass die Erde gerade „verbrennt“. Und da bekommt man dann natürlich Panik und wählt „grün“. Weil die allein ja wissen, wie wir die Temperaturen wieder runterkriegen. Wobei ich zu denjenigen gehöre, die einer etwas höheren Durchschnittstemperatur hierzulande durchaus zugänglich bin. Das muss ich zugeben. Aber nein: Natürlich müssen wir mehr für die Umwelt und das Klima tun. Das sollten wir dann aber auch den Chinesen vermitteln, die für rund 28 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sind, während Deutschland „nur“ auf 2,25 Prozent kommt.

Immer noch zu viel aus meiner Sicht, daher kommen ja jetzt auch wieder Überlegungen auf, die abgeschalteten Atommeiler wieder ans Netz zu bringen. Schließlich sind diese dafür verantwortlich, dass unser Nachbar Frankreich „Musterknabe“ (oder Muster-Göre) in Sachen Klimaschutz ist. Alternativ verbrennen wir aktuell ja lieber Kohle. Immerhin soll das bald gestoppt werden. Doch auch Gaskraftwerke lassen sich dem biologisch und ökologisch indoktrinierten Klima-Deutschen nur noch schwer vermitteln. Batterien sind jetzt das auserkorene Allheilmittel, obwohl diese, wenn man den Herstellungsprozess berücksichtigt, kaum eine bessere Klima-Bilanz haben.

Wie bin ich jetzt schon wieder aufs Klima gekommen? Ach, bei der letzten Umfrage lagen die Grünen erstmals im Stimmungsbarometer vor der Union. Ein Kanzler Habeck ist also keinesfalls mehr ein unrealistisches Hirngespinst. Wir sind schon ein lustiges Land geworden. Und das muss einen ja fast zwangsläufig froh machen… +++ jürgen schmitt

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