CDU will Richtungswahlkampf führen

CDU

Berlin. Die CDU will im beginnenden Bundestagswahlkampf stärker als sonst für ihre Positionen werben und die Verschiedenheit zu politischen Gegnern, allen voran der SPD, herausarbeiten: Entsprechende Pläne habe am Montag das Präsidium der CDU diskutiert und begrüßt, berichtet das “Handelsblatt”. “Wir konzentrieren uns auf die Inhalte und werden die Unterschiede herausarbeiten”, hieß es demnach im Anschluss der Sitzung.

Entsprechend werde die Union es im Gegensatz zu den vergangenen Wahlkämpfen unterlassen, inhaltlichen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Das gelte auch im Umgang mit SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz. “Wir werden uns inhaltlich mit Herrn Schulz auseinandersetzen”, sagte die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner dem “Handelsblatt”. Bisher bewege sich Schulz im Unkonkreten. “Wir wissen, dass er für die Schuldenunion in Europa steht, das würde den deutschen Steuerzahler viel kosten. Er steht für den EU-Beitritt der Türkei, was wir ablehnen. Er beschwert sich über zu hohe Managergehälter, aber in Aufsichtsräten fällt die SPD in dieser Sache nicht gerade als Mahnerin auf. Das passt nicht zusammen”, sagte Klöckner weiter. Die Union werde den Wahlkampf “sachlich und sehr konkret” führen. “Auf die Glaubwürdigkeit kommt es an – und somit auf den Unterschied von Kanzlerin Merkel und Kandidat Schulz.”

Wie es laut “Handelsblatt” in der Unionsspitze hieß, werde der Wahlkampf vor allem zu den Themen Steuer, Rente, Wohlstand, Digitalisierung sowie der inneren und äußeren Sicherheit geführt werden. Es werde aber keine Schmutzkampagne wie von der SPD unterstellt geben. Die Auflistung von Wahrheiten über die Politik des SPD-Politikers Schulz sei “keine Schmutzkampagne.” Aus dem Vorstand wurde die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel der Zeitung zufolge mit den Worten zitiert, die Union habe viel erreicht und vorzuweisen. “Wenn es jetzt für die SPD besser läuft, dann nehmen wir die Herausforderung gerne an und sagen: Wir freuen uns auf den Wahlkampf.” +++

Zieherser Hof

3 Kommentare

  1. Frau Klöckner tut mal wieder das,was sie am besten kann: Unwahrheiten verbreiten!
    Nachdem die Medien unisono zunächst die SPD kritisiert hatten, dass sie ihren Kanzlerkandidaten erst Ende Januar 2017 küren wollten, anschließend aber der SPD eine Sturzgeburt bzgl. ihrer überraschenden Entscheidung vorgeworfen hatten, muss erlaubt sein, darauf hinzuweisen, dass diese Medien nicht nur über den peinlichen Kanzlerkandidatenfindungsprozess der Union gütig hinweg gesehen haben, sondern auch über die Prozesse der CSU-Spitzenkandidatenfindung für die Bundestagswahl sowie der Nachfolgeregelung von Seehofer in der CSU – beides bis auf weiteres offen! Dagegen war das bei der SPD fast so friedlich und geräuschlos wie eine Papstwahl. Und noch dazu für 5 Führungspositionen auf einmal! Chapeau, SPD!
    Übrigens: Gabriel ist zurückgetreten, um dem Land und der Partei zu dienen. Die letzten Rücktritte von CDU- bzw. CSU-Ministern (Guttenberg, Schavan, Friedrich, Haderthauer) erfolgten wegen Skandalen und/oder Verfehlungen. Wie dieser Prozess in der CSU aussieht, kann man derzeit am Bayern-Ei-Skandal ablesen!
    Und wenn die Medien und einzelne Wadl-Beißer von der Union jetzt erschrocken von dem unerwarteten SPD-Hype seit Anfang Februar kritisierten, dass Schulz inhaltlich noch gar nicht viel zum Besten gegeben habe (außer heißer Luft: aufpassen, Herr Spahn, dass Ihnen nicht zu warm wird!): im Vergleich zur Kanzlerin war Schulz bisher auch inhaltlich furios!
    Es ist ja wohl offensichtlich, dass viele Wähler nicht mehr der Meinungsmache dieser Medien und dieser Wadl-Beißer folgen. Das Erkennen diese auch zunehmend und beginnen – in Panik?- nun in “bewährter” Manier in ihren “Schlammschlachtmodus” zu wechseln: die FAZ hat damit am 30.1. begonnen und falsch-dreist Schulz einen AfD-Jargon unterstellt (die FAZ sollte ihre Lauscher mal bei der CSU in München aufstellen, wenn sie AfD-Jargon Einfangen will!), der Focus ist ihr am 3.2. mit der Thematisierung seines hohen EU-Einkommens gefolgt und der Bayerische Rundfunk läßt in seinem Sonntagsstammtisch am 29.1. und 5.2. reflexhaft den Ex-Focus-Chefredakeur und -Herausgeber wieder seine altbackenen, als Anti-Schulz-Parole gedachte,”EURO-Bonds” erschallen. Dagegen war der Tagesthemenkommentar am 6.2. von Sigmund Gottlieb vom BR, dessen “Objektivität” der langen “Staatsrundfunkära” des BR bestens bekannt ist, ja Kinderkram. Er redete die Kür von Martin Schulz klein und stilisierte die CSU-Kür von Angela Merkel zur Kanzlerkandidatin auf (Obergrenzen-)Abruf als strategische Großtat hoch, deren grandiose strategische Ausrichtung offensichtlich nur ihm selbst offenbar wird. Und die Rheinische Post läßt am 6.2. den ansonsten weitgehend unbekannten Chef der deutschen EVP-Abgeordneten und Mitglied des CDU-Bundesvorstandes, Herbert Reul, unwidersprochen gegen Schulz’ Verzicht auf das ihm zustehende Übergangsgeld mit Schein-Fakten polemisieren. Nun meldete sich die unvermeidliche Julia Klöckner, u.a. auch Mitglied des CDU-Vorstands, am 7.2. in der Passauer Neuen Presse, um Martin Schulz Stimmungsmache und AfD-Sprech vorzuwerfen: ausgerechnet Klöckner, ausgerechnet dem Schulz. Hätte sie doch besser den Seehofers aufs Maul geschaut!
    Und seit 9.2. sind bei der Union im Rahmen einer Panik-Attacke sämtliche Sicherungen durchgebrannt: Schäuble, Strobl, Spahn, Karrenbauer, Tauber, … alles, was in der Schlammschlachtszene der Union Rang und Namen hat, steigt in die Schlammschlacht mit ein! Kein Vergleich ist zu abgeschmackt, keine Beleidigung zu infam, keine Lüge zu dreist, keine Behauptung zu falsch, kein Gerücht zu weit hergeholt, als dass diese nicht unter das Volk gebracht werden wollen: erbarmungswürdig, um es mit den Worten von Herrn Schäuble zu beschreiben. Die Narren sind los, wenn man der Faschingszeit Respekt zollen wollte. Das Dumme ist nur, wenn die Unions-Dreckschleudern ihre Narrenkappen abnehmen, kommen auch nur wieder Dreck schleudernde Narren hervor.
    Schulz und seiner SPD wird es damit leicht gemacht: sie müssen nur auf diese Narren zeigen, um sie zu entlarven.
    Die Union glaubt, indem sie ihren Daumen für Scholz grobschlächtig nach unten zeigt, hätte sie die Grundlagen für ihren Wahlsieg gelegt. Wenn sich im Herbst nur nicht herausstellt, dass dies der Daumen eines Däumlings war!

    Mein Appell: stellt diese Medien und diese Politiker an den Pranger!

    “… Die Kommentare anderer Leute:
    teils Verschwörer der übelsten Sorte,
    teils dumpfbackige, hirnlose Beute
    einer versponnenen, verbohrten Kohorte….”

    http://youtu.be/sBom50KrkBk

    Viel Spaß beim Anhören.

  2. Frau Klöckner erzählt mal wieder Märchen.
    Die Union hat, was sie aus der Vergangenheit besonders gut kann, Dossiers über Schulz erstellen lassen:
    Einmal im Europaparlament durch ihr CDU-Vorstandsmitglied Reul über Martin Schulz’ Amtsführung als EU-Parlamentspräsident. Möglicherweise ist er dabei von der Strauß-Tochter und jetziger Europa-Parlamentarierin Holmeier unterstützt worden. Denn sie hat sich in München einen besonderen Namen gemacht, als sie über CSU-Parteimitglieder Dossiers angefertigt hatte. Als das aufgeflogen war, hat man sie – in alter CSU-Manier – nicht vollständig aus der Politik entsorgt, sondern in das Europa-Parlament abgeschoben, wo man jetzt möglicherweise auf ihre “Dossier-Expertise” zurückgegriffen hat.
    Zum anderen kreist ein von sogenannten Unions-Strategen erstelltes Dossier in der Unions-Fraktion und im Bundesvorstand, das stärker auf die Persönlichkeit von Martin Schulz fokussiert sein soll.
    Aus bisherigen Erfahrungen dienen Unions-Dossiers insbesondere zur Desavouierung von politischen Gegnern. Von den einschlägigen Medien wird das gierig aufgegriffen. Der Focus tut sich hier besonders hervor: er ist mittlerweile zum Kampfblatt der Union mutiert.
    Zu den Inhalten der Unions-Dossiers läßt sich feststellen: Kein Vergleich ist zu abgeschmackt, keine Beleidigung zu infam, keine Lüge zu dreist, keine Behauptung zu falsch, kein Gerücht zu weit hergeholt, als dass diese nicht unter das Volk gebracht werden wollen: erbarmungswürdig, um es mit den Worten von Herrn Schäuble auszudrücken.
    Und die Union hatte noch kürzlich über ein Fairnessabkommen für den Wahlkampf schwadroniert: entlarvend!
    Schulz und seiner SPD wird es damit leicht gemacht: sie müssen nur auf diese Schmutzwerfer zeigen, um sie zu entlarven.
    Die Union glaubt, indem sie ihren Daumen für Schulz grobschlächtig nach unten zeigt, hätte sie die Grundlagen für ihren Wahlsieg gelegt. Wenn sich im Herbst nur nicht herausstellt, dass dies der Daumen eines Däumlings war!
    Wer diese Art von Wahlkampf führt, hat wohl schon aufgegeben, mit politischen Inhalten Punkten zu wollen. Er muß sich darüberhinaus vorwerfen lassen, die Politikverdrossenheit weiter zu fördern.

    “… Die Kommentare anderer Leute:
    teils Verschwörer der übelsten Sorte,
    teils dumpfbackige, hirnlose Beute
    einer versponnenen, verbohrten Kohorte….”

    http://youtu.be/sBom50KrkBk

    Viel Spaß beim Anhören.

  3. Von sachlicher und konkreter Auseinandersetzung mit Schulz ist die SPD bisher meilenweit entfernt!
    Ich verfolge seit geraumer Zeit die Medienberichterstattung über die Kanzlerkandidatur von Martin Schulz. Mir ist aufgefallen, dass der Focus spätestens seit 3.2. mit der Thematisierung von Schulz’ “hohem” EU-Einkommen in den Schlammschlacht-Modus gewechselt ist und sich mittlerweile gewissermaßen als Kampfblatt der Union geriert. Auch wenn die FAZ mit ihrer falsch-dreisten Unterstellung eines AfD-Jargons von Martin Schulz (hat die FAZ Schulz etwa mit Seehofer verwechselt?) am 30.1. in dieser Journalismus-Rubrik dem Focus zuvorkam, lässt der Focus keinen Tag vergehen, um Vermutungen, Verdächtigungen, unbewiesene Anschuldigungen, infame Beleidigungen, unzutreffende Vergleiche, haltlose Gerüchte, mit vielen “könnte”, sollte” etc. schlecht gewürzt, unreflektiert zu streuen, als ob er die “Schmach” des zweiten “Siegers” nach der FAZ noch ausbügeln wollte. Ich muss zugeben, die FAZ verteidigt mit allen Mitteln ihre Führungsrolle in der Schlammschlacht gegen Schulz.
    Übrigens alles Themen, die maßgebliche Unions-Vertreter in Dossiers gesammelt haben, wie es eben die bekannte Art der Union ist und schon immer war.
    Was soll man von einer solchen Art von Journalismus halten? Spielt denn beim Focus bzw. bei der FAZ keiner die Option “Union in der nächsten Legislaturperiode bis auf weiteres in der Opposition” durch? Könnte sich für den Focus bzw. die FAZ rächen.

    “… Die Kommentare anderer Leute:
    teils Verschwörer der übelsten Sorte,
    teils dumpfbackige, hirnlose Beute
    einer versponnenen, verbohrten Kohorte….”

    http://youtu.be/sBom50KrkBk

    Viel Spaß beim Anhören.

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