CDU-Sozialflügel attackiert unionsinterne Kritiker der Rente mit 63

Rentner, Rente

Berlin. Mit scharfer Kritik hat der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, auf Forderungen namhafter Unionsvertreter nach Änderungen bei der Rente mit 63 reagiert. „Es ist verantwortungslos, eine Rentenreform nach nicht einmal einem Jahr wieder zu korrigieren“, sagte Bäumler dem „Handelsblatt“. „Menschen richten ihre Lebensplanung nach Gesetzen aus und verlassen sich auf deren Bestand.“

Behauptungen, die Rentenreform verursache eine Kostenlawine, wies der CDU-Politiker als „Stimmungsmache“ zurück. „Die Wirtschaftsverbände sollten das Lamentieren lassen und die Arbeitsbedingungen so verbessern, dass ältere Arbeitnehmer länger arbeiten können“, sagte Bäumler.

Auch Junge Union Hessen fordert  Rücknahme

Auch die Junge Union Hessen fordert die sofortige Rücknahme der Rente mit 63. Die Jugendorganisation begründet dies mit der unerwartet hohen Zahl der Antragsteller. Das Bundessozial-ministerium hatte vor der Verabschiedung des Rentengesetzes damit gerechnet, dass bis Juli 2015 lediglich 240.000 Antragsberechtigte von der umstrittenen Regelung Gebrauch machen. Bereits jetzt wurden aber 255.000 Anträge für die vorzeitige Rentengewährung gestellt.

„Dem Kompromiss der Großen Koalition ist aufgrund dieser Antragsflut die Geschäftsgrundlage entzogen“, erklärte der JU-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck. „Die ungehemmte Kassenplünderung auf Kosten der jungen Generation muss sofort aufhören. Frau Nahles hat vor der Gesetzesänderung verbindliche Zahlen genannt. Daran muss sie sich jetzt messen lassen“, sagte Heck. Der 32-Jährige hatte bereits bei der Bundestagsabstimmung zum Rentenpaket gegen die Regierungslinie votiert und der Rente mit 63 nicht zugestimmt.

Mit der Forderung nach einer kompletten Rücknahme der Regelung geht die Junge Union Hessen über die Forderungen des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hinaus. Dieser hatte in den vergangenen Tagen aufgrund der hohen Antragszahlen bereits Korrekturen am Rentenpaket angemahnt. +++ fuldainfo


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1 Kommentar

  1. Da sieht man mal, wes Geistes Kind die Junge Union ist: Egoistisch bis zum geht nicht mehr. Traurig, wie die sich benehmen.

    Jungs, die Rente ist ein Solidarsystem, bei dem diejenigen, die 30, 40 Jahre eingezahlt haben, ein Anrecht auf eben diese Rente haben. Und wenn der Staat schwer arbeitenden Menschen ermöglicht, bereits mit 63 in Rente zu gehen, dann deshalb, damit junge Menschen auf diese Arbeitsplätze nachrücken können.

    Es würde manchem Kritiker aus den Kreisen der jungen Union besser zu Gesicht stehen, seinen Beitrag zur Rente zu leisten, in dem er mehr Kinder in die Welt setzt als diejenigen zu kritisieren mit dem Ruf „Hände weg von meiner Rente“, denen genau diese Rente zusteht.

    Also liebe Spacken von der jungen Union: Mehr Respekt vor dem Alter und mehr Kinder in die Welt setzen. Dann reichts auch für Euch!

    Und ja, Windeln zu wechseln ist eben etwas schwerer, als im Porsche durch die Gegend zu cruisen.

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