CDU-Fraktion Poppenhausen will Sondervermögen gezielt für Infrastruktur einsetzen

Die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung Poppenhausen (Wasserkuppe) fordert, die Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur des Bundes“ ausschließlich für nachhaltige und gemeinwohlorientierte Projekte zu verwenden. Nach Auffassung der Christdemokraten bietet die Förderung die Möglichkeit, den angespannten Gemeindehaushalt deutlich zu entlasten. Voraussetzung sei jedoch, dass die verfügbaren Mittel gezielt für zukunftsgerichtete Maßnahmen mit einem breiten Nutzen für die gesamte Gemeinde eingesetzt würden. Das erklärte der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Michael Sapper.

Als zentrale Handlungsfelder nennt die CDU-Fraktion die Trinkwasserversorgung, die Abwasserentsorgung, die Digitalisierung der Verwaltung sowie die nachhaltige Energieversorgung. Projekte, die lediglich einer kleinen Gruppe zugutekämen, sollten vermieden werden, auch wenn dafür Fördermittel des Bundes zur Verfügung stünden, betonte Sapper.

Konkret schlägt die CDU-Fraktion vor, die zunächst rund 750.000 Euro aus der ersten Tranche des Sondervermögens für die Beschaffung einer weiteren Ultrafiltrationsanlage im Ortsteil Abtsroda zu verwenden. Aus den Erfahrungen mit der Ultrafiltration am Tiefbrunnen Poppenhausen sei bekannt, dass sich mit einer solchen Anlage die mögliche Fördermenge erhöhen lasse. Dies könne insbesondere in Trockenzeiten zu einer spürbaren Entlastung führen, erläuterte Sapper. Darüber hinaus regt die Fraktion an, sämtliche verfügbaren Wasserquellen im Gemeindegebiet auf ihre Eignung für eine gemeindeweite Nutzung zu prüfen. Abhängig von den Ergebnissen einer Wasserbilanz könne es zudem sinnvoll sein, mit einem Teil der Mittel die Erschließung eines weiteren Brunnens zu untersuchen.

Auch im Bereich der Abwasserentsorgung sieht die CDU-Fraktion nach eigenen Angaben erheblichen Handlungsbedarf. Durch gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von Fremdwassereinträgen könne die Kläranlage entlastet werden. In der Folge bestehe die Möglichkeit, die Abwassergebühren für die angeschlossenen Haushalte zu senken, erklärte der Fraktionsvorsitzende.

Als drittes Handlungsfeld benennt die CDU-Fraktion die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung. Dabei gehe es unter anderem um die Finanzierung einer modernen Buchungssoftware für die Nutzung gemeindeeigener Einrichtungen wie der Kegelbahn oder der Dorfgemeinschaftshäuser. Darüber hinaus könnten die Einführung einer digitalen Arbeitszeiterfassung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde sowie die Anschaffung neuer Software für die Finanzabteilung aus den Fördermitteln finanziert werden.

Wenn die Mittel zielgerichtet, verantwortungsvoll und mit Augenmaß eingesetzt würden, könne der Gemeindehaushalt nachhaltig entlastet und zugleich wichtige Zukunftsprojekte für Poppenhausen vorangebracht werden, fasste Sapper die Position der CDU-Fraktion zusammen. +++


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