CDU-Fraktion Eichenzell stellt Änderungsanträge zum Bebauungsplanverfahren in Welkers

„Bauleitplanung muss Interessen der Gemeinschaft in den Fokus nehmen“

Julian Rudolf, Vorsitzender der CDU-Fraktion, Dennis Martin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Ortsvorsteher Andreas Klimesch. (v.l.)

Aktuell wird im Eichenzeller Ortsteil Welkers intensiv über den Entwurf eines Bebauungsplanes an der Waltgerstraße und der Ortsmitte diskutiert. Im Fokus stehen die Pläne eines Investors zum Bau eines Hotels ohne Rezeption in der Bürgermeister-Schlag-Straße, unmittelbar am Welkerser Bahnhof. Auf Grund des vorliegenden Flächennutzungsplans hat der Gemeindevorstand einen Bebauungsplan entworfen. Auf Grundlage dieser Pläne wäre ein solches Vorhaben grundsätzlich möglich, heißt es in einer Mitteilung.

Bei der üblichen ersten Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange hat der Ortsbeirat Welkers sich sehr kritisch mit dem Entwurf des Bebauungsplans auseinandergesetzt und seine Bedenken zu dem Projekt geäußert. „Wir als CDU-Fraktion haben uns mit allen Argumenten der Stellungnahme, nicht nur zu dem geplanten Hotel, intensiv auseinandergesetzt“, erklärt Julian Rudolf, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung. In der Stellungnahme des Ortsbeirates wird deutlich, dass ein Hineinwachsen des Industriegebietes in den Ort befürchtet und abgelehnt wird. „Wir stehen hinter dem Wunsch der Welkerser Bevölkerung, eine weitere privilegierte Bebauung in Welkers einzuschränken“, fügt Dennis Martin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender an.

Die CDU-Fraktion stellt daher einen Antrag in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Dazu erklärt Martin weiter: „Wir möchten das Planungsgebiet als allgemeines Wohngebiet ausweisen. Mit unserem Antrag möchten wir eine Zielvorgabe für den Gemeindevorstand schaffen, die festlegt, wie die Bauleitplanung fortführt werden soll.“ Einzig ausgenommen von dieser Festlegung soll der Bereich zwischen der Waltgerstraße und der Bahnstrecke sein, der zwischen der Talstraße und dem Ortsausgang Richtung Eichenzell liegt. „In diesem Bereich gibt es seit vielen Jahren bestehende Gewerbebetriebe, die die Anwohner nicht besonders stört. Dort sollen kleine Betriebe in einem Mischgebiet auch in Zukunft arbeiten können“, ergänzt Julian Rudolf.

Ortsvorsteher Andreas Klimesch, selbst Gemeindevertreter, zeigt sich über den geplanten Antrag der CDU-Fraktion erfreut. „Mit dem Änderungsantrag machen wir deutlich, dass eine gute Bauleitplanung die Interessen der Gemeinschaft in den Fokus nehmen muss.“ Die Welkerser Bürger sind durch die Autobahn und das Industriegebiet schon einige Belastung gewohnt, dabei sei „ein weiterer Beherbergungsbetrieb dann auch für Welkers zu viel“, so Klimesch weiter. Mit dem geplanten Antrag macht die CDU-Fraktion einen konkreten Vorschlag, für das weitere Vorgehen bei dem Bebauungsplanverfahren, erklärt Julian Rudolf weiter. „Wir haben jetzt von vielen Seiten gehört, was nicht gewünscht ist. Wir bringen nun einen konkreten Vorschlag in die Diskussion der gemeindlichen Gremien ein, wie das Problem gelöst werden soll. Der Gemeindevorstand soll durch ein klares Votum der Gemeindevertretung weiter an dem Bebauungsplan arbeiten können“, erklärt der Fraktionsvorsitzende abschließend. +++ pm

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