Seinen Jahresbericht 2022 präsentierte der Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa. Die Arbeit im Berichtsjahr war stark geprägt vom überraschenden Krieg in der Ukraine und dem damit verbundenen Fluchtgeschehen der Ukrainer nach Deutschland, sowie den daraus resultierenden Kostensteigerungen in allen Lebensbereichen. „Die Fundamente unserer täglichen Arbeit mit Hilfesuchenden, Kranken und eingeschränkten Menschen wie Solidarität und Nächstenliebe gewannen durch diesen furchtbaren Krieg auch gesamtgesellschaftlich an Bedeutung“, fasst Vorstandsvorsitzender Pfarrer Dr. Dagobert Vonderau zusammen.
So wurden zusätzliche Hilfeangebote quasi „über Nacht“ sehr spontan entwickelt. Besonders auf die Flüchtlingsarbeit, die seit vielen Jahren ein bedeutendes Arbeitsfeld im Verband ist, kam mit der Übernahme der sozialen Begleitung und Unterstützung von ukrainischen Flüchtlingen in der Gemeinschaftsunterkunft Hilders-Steinbach eine neue Herausforderungen zu, ist im Jahresbericht zu lesen. „Das Jahresthema der Caritas #DasMachenWirGemeinsam zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Jahr 2022 und der Aufforderung zum Zupacken und Gestalten haben sich sowohl Haupt – als auch Ehrenamtliche in unterschiedlichen Arbeitsbereichen ganz unkompliziert und pragmatisch gestellt, resümiert Susanne Saradj, Geschäftsführerin des Verbandes. Auf 31 Seiten beschreibt der Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa seine differenzierten und zielgerichteten Angebote, ergänzt durch Bilder und „Hoffnungsgeschichten“ in denen Hilfesuchende ihre „Erfolgsgeschichte“ durch die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schildern. Themen, vor allem in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für die Diözese Fulda, dem Bistum Fulda und der Innenstadtpfarrei waren u.a. „Sankt Martin: Den Mantel teilen“, „Cocktail schlürfen in der Kirche“, das Angebot des „Caritas HOTRoom“ als Wärmestube über den gesamten Winter und die jährliche „Heiligabend Aktion für Alleinstehende, Obdach- und Wohnsitzlose“.
Durch die gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten wurden darüber hinaus besonders der Energiespar-Check und die Schuldner- und Insolvenzberatung stark in Anspruch genommen. So konnten beispielsweise durch den Einsatz der Energiespar-Checker durch energieeinsparende Soforthilfen pro aufgesuchtem Haushalt durchschnittlich jährlich 244 Euro eingespart werden. Ein gelungenes Projekt war das „Fahrrad Projekt mit ausländischen Frauen – FahriCari“, welches den Teilnehmenden zur größeren Mobilität und Eigenständigkeit verhalf. Ein wichtiges Arbeitsfeld ist und bleibt das Caritas-Zentrum für Sucht- und Drogenhilfe mit seinen qualifizierten Angeboten in der Beratung, Vermittlung in stationäre Hilfen, ambulante Rehabilitation und der Selbsthilfe beim Kreuzbund. Durch die Legalisierung von Onlineangeboten im Glücksspielbereich stiegen die Klientenzahlen hier deutlich an. Regelmäßige und wertvolle Unterstützung durch ehrenamtliche Engagierte erhielten die Angebote ökumenische Bahnhofsmission, sowie die Integrierte Wohnungslosenhilfe mit dem Café Jakobsbrunnen für Menschen die sich überwiegend auf der Straße aufhalten.
Die Jugendsozialarbeit, mit räumlichem Schwerpunkt im Wartburgkreis und Kreis Schmalkalden-Meiningen, beschäftigte 9 Hauptamtliche, 17 Honorarkräfte und konnte ebenso auf die wertvolle Begleitung durch 124 Ehrenamtlichen in zahlreichen Angeboten zurückgreifen. Nicht zuletzt kann der Verband auf bedarfsorientiertes Arbeiten mit psychisch – und suchtkranken Menschen zurückblicken. Betroffene schildern im Jahresbericht ihren Weg, mehr Selbstvertrauen und Selbständigkeit zu erlangen, vorhandene Ressourcen weiter zu entwickeln und durch sozialpädagogische und arbeitstherapeutische Maßnahmen den Tag zu strukturieren. Den Jahresbericht kann man in Schriftform beim Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa, Wilhelmstraße 8, 36037 Fulda kostenlos erhalten oder auf der Homepage rcvfulda.caritas.de downloaden. +++ pm
