Mit deutlichen Worten zur veränderten weltpolitischen Lage hat Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) beim feierlichen Gelöbnis von etwa 100 Soldatinnen und Soldaten des Heimatschutzregiments 5 im Vonderau Museum in Fulda eine stärkere Verteidigungsbereitschaft Deutschlands gefordert.
„Die Zeiten von Soft Power und Appeasement sind vorbei. Wir müssen unsere Verteidigung in die eigene Hand nehmen und sicherer, souveräner und resilienter werden. Wir stehen mitten in einer Neuordnung der Welt. Die internationale Ordnung, die auf Rechten und auf Regeln ruhte, gibt es so nicht mehr. Deshalb kommt der Verteidigungsfähigkeit und damit auch der Bundeswehr eine zentrale Rolle zu. Es ist daher richtig, so viel Geld wie nie zuvor in der Geschichte der Bundeswehr in Verteidigung und Sicherheit zu investieren“, erklärte der Regierungschef.
Die rund 100 Soldatinnen und Soldaten gehören künftig dem Heimatschutzregiment 5 an, das im Oktober 2024 feierlich in Wiesbaden im Beisein des Ministerpräsidenten aufgestellt worden war. Insgesamt umfasst der Verband etwa 1200 Angehörige, von denen rund 90 Prozent Reservistinnen und Reservisten sind – ehemalige Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilpersonen, die sich neben ihrem Alltag der Bundeswehr verpflichtet haben. Aufgabe des Heimatschutzregiments ist es, die aktiven Kräfte der Bundeswehr bei der Landes- und Bündnisverteidigung zu unterstützen.
Rhein dankte den Soldatinnen und Soldaten ausdrücklich für ihren Einsatz. „Was die Soldatinnen und Soldaten täglich leisten, ist mehr als ein normaler Dienst, denn sie geloben, Deutschland zu dienen und zu verteidigen. Sie stehen ein für mehr als 80 Millionen Menschen. Sie garantieren Freiheit, Stabilität und Sicherheit. Das verdient Respekt, Anerkennung und Wertschätzung“, sagte er. In einer unruhigen Zeit Verantwortung zu übernehmen, erfordere Mut.
Mit ihrem Gelöbnis bekennen sich die rund 100 Soldatinnen und Soldaten zu Recht und Freiheit. Gleichzeitig werden sie mit dem Abschluss ihrer Basisausbildung in die militärische Gemeinschaft aufgenommen. +++

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