Bund will deutsche Museen weltweit vermarkten

Das Auswärtige Amt plant den Aufbau einer “Agentur für internationale Museumszusammenarbeit”, um die mehr als 6.000 deutschen Museen weltweit besser zu vermarkten und die Zusammenarbeit vor allem mit Afrika zu verstärken. Das berichtet die “Süddeutsche Zeitung” unter Berufung auf ein Konzept, welches in Abstimmung mit Abgeordneten, Kulturinstitutionen und Museumsleitungen entworfen wurde. Demnach hat der Bundestag in den nächsten vier Jahren 23 Millionen Euro dafür bewilligt. Außenminister Heiko Maas sagte dazu: “Museen sind Orte der Identitätsbildung und zugleich Freiräume für Diskurse, und zwar weltweit. Wir haben uns im Koalitionsvertrag zu einer Förderung der internationalen Zusammenarbeit bekannt, und zwar in besonderer Weise gegenüber den Ländern Afrikas.” Die geplante Agentur soll eine Art Serviceeinrichtung für internationale Ausstellungsprojekte sein, andere Länder, vor allem in Afrika, beim Bau oder der Verbesserung von Mus een unterstützen sowie den Austausch von Kuratoren und Restauratoren befördern. In Deutschland verzeichnen Museen zwar wachsende Besucherzahlen und erfreuen sich vielfältiger Kooperationen mit anderen Ländern. Allerdings bleiben sie in der weltweiten Wahrnehmung hinter den Auftritten von Institutionen wie dem Guggenheim in New York, dem Pariser Louvre oder dem Centre Pompidou zurück. Zudem hat die Debatte über den Umgang mit Kulturgütern aus der Kolonialzeit die Zusammenarbeit mit afrikanischen Kuratoren, Künstlern und Museen in den Mittelpunkt gerückt. Mit der Agentur, so heißt es in dem Konzept, sollen die “notwendigen personellen, strukturellen und finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden, um auf diese Herausforderungen zu reagieren”. +++

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