Amtsinhaber Johannes Rothmund und Herausforderer Lutz Köhler (v. l.).
Johannes Rothmund (CDU) bleibt Bürgermeister von Eichenzell. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl erhielt Rothmund 51 % der Wählerstimmen. Der Gegenkandidat Lutz Köhler, der als parteiunabhängiger Kandidat angetreten war und von der BLE, SPD und FDP unterstützt wurde, unterlag demnach mit 49 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 61,12 % Prozent, zur Wahl aufgerufen waren 9.231 Bürger. Bereits vor fünf Jahren, am 9. Februar 2020, kam es zwischen Rothmund und Köhler zur Stichwahl, diese Rothmund mit 50,85 % der Stimmen für sich entscheiden konnte. +++
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51,0 Prozent. Mehr brauchte es nicht, um Amtsinhaber Rothmund über die Ziellinie zu hieven – gerade einmal 112 Stimmen trennten ihn am Ende von Herausforderer Lutz Köhler. Und genau hier beginnt das Schauspiel: Köhler, offiziell „parteilos“, gleichzeitig aber SPD-Fraktionschef im Gemeindeparlament Eichenzell und unterstützt von eben dieser SPD. Wer soll das eigentlich glauben? Parteilosigkeit als Tarnkappe – das riecht nicht nach Unabhängigkeit, sondern nach taktischer Nebelkerze.
Sich ehrlich zu machen, wäre Köhler jedenfalls besser bekommen. Denn Chancen, Rothmund unter Druck zu setzen, gab es genug. Nicht mit Dreck werfen, nicht mit markigen Parolen – sondern mit schlichter, sachlicher Attacke. Politik kann hart sein, ohne schmutzig zu werden. Doch dafür müsste man sich erstmal trauen, Dinge auch klar auszusprechen.
Stattdessen erlebten wir wieder einmal den Trend zur farblosen Null-Risiko-Kampagne. Bloß nichts sagen, bloß nicht anecken, schon gar nicht in den sozialen Medien – es könnte ja jemand widersprechen. Dieses sterile Wegmoderieren jeder klaren Aussage ist nicht nur feige, es ist auch eine Zumutung für Wählerinnen und Wähler. Demokratie lebt von Streit, nicht von weichgespültem Flüstern.
Ehrlich gesagt: Diese blutleeren Wahlkämpfe gehen einem langsam mächtig auf die Nerven.
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51,0 Prozent. Mehr brauchte es nicht, um Amtsinhaber Rothmund über die Ziellinie zu hieven – gerade einmal 112 Stimmen trennten ihn am Ende von Herausforderer Lutz Köhler. Und genau hier beginnt das Schauspiel: Köhler, offiziell „parteilos“, gleichzeitig aber SPD-Fraktionschef im Gemeindeparlament Eichenzell und unterstützt von eben dieser SPD. Wer soll das eigentlich glauben? Parteilosigkeit als Tarnkappe – das riecht nicht nach Unabhängigkeit, sondern nach taktischer Nebelkerze.
Sich ehrlich zu machen, wäre Köhler jedenfalls besser bekommen. Denn Chancen, Rothmund unter Druck zu setzen, gab es genug. Nicht mit Dreck werfen, nicht mit markigen Parolen – sondern mit schlichter, sachlicher Attacke. Politik kann hart sein, ohne schmutzig zu werden. Doch dafür müsste man sich erstmal trauen, Dinge auch klar auszusprechen.
Stattdessen erlebten wir wieder einmal den Trend zur farblosen Null-Risiko-Kampagne. Bloß nichts sagen, bloß nicht anecken, schon gar nicht in den sozialen Medien – es könnte ja jemand widersprechen. Dieses sterile Wegmoderieren jeder klaren Aussage ist nicht nur feige, es ist auch eine Zumutung für Wählerinnen und Wähler. Demokratie lebt von Streit, nicht von weichgespültem Flüstern.
Ehrlich gesagt: Diese blutleeren Wahlkämpfe gehen einem langsam mächtig auf die Nerven.