Bürgerliste für Generationenpark mit modernem Freizeitangebot

Es ist kein Megapark

Oliver Kümmel und Helmut Gladbach. (v.l.)

Ein Generationenpark soll nach dem Willen der Bürgerliste ein zentraler Erlebnisort mit verschiedenen Freizeitangeboten für Jung und Alt in der Gemeinde Eichenzell werden. Dazu startete die Bürgerliste die Initiative, einen guten Standort im Gemeindegebiet zu finden und eine erste Planung zu erstellen. Erste Ideen der Bürgerliste waren ein naturnaher Park mit Teichanlagen, einem Wasserspielplatz, Ladestationen für e-Bikes, freiem WLAN, einem „Botanischen Lehrpfad“, einem „Trimm Dich Pfad“, einem kleinen Biergarten, einer Boule Bahn, einer Minigolfbahn, bis hin zu einem Platz für die verwaiste Skaterbahn, heißt es in einer Mitteilung. Kurzum ein Freizeitangebot was alle Eichenzeller als Ausflugsziel und gesellschaftlichen Treffpunkt nutzen. Der Antrag wurde von der CDU Mehrheit auf der letzten Gemeindevertretersitzung mit mehr als merkwürdigen Argumenten abgelehnt. Aus Sicht der Bürgerliste versuchte man eine naturnahe Begegnungsstätte mit Freizeitangeboten für Jung und Alt mit Begriffen wie Massentourismus, Hirngespinst, Fantasiegebilde und Megapark ins Lächerliche zu ziehen.

Dazu Oliver Kümmel, stellvertretender Vorsitzender der Gemeindevertretung „Nach der letzten Gemeindevertretersitzung frage ich mich ernsthaft, ob bei mancher Kommunalpolitikerin oder Kommunalpolitiker die Denkweise vorherrscht, gute Familien- und Vereinspolitik zeichne sich dadurch aus, in möglichst vielen Vereinen Mitglied zu sein, auf Vereinsfesten brav in die Kamera zu lächeln oder sich jahrelang auf den Lorbeeren einer neuen Vereinsförderung auszuruhen. Anscheinend ist das der Fall. Anders kann ich es mir nämlich nicht erklären, dass unser Prüfauftrag zu einem Generationenpark für alle Eichenzeller/innen einstimmig von CDU und CWE abgelehnt wurde. Um es noch mal zu verdeutlichen: Dieser Antrag sollte eine Initialzündung sein, um sich fraktionsübergreifend Gedanken zu machen, wie wir alle zusammen für unsere Gemeinde ein tolles Freizeitangebot schaffen können. Keinen Freizeitpark, sondern einen Bereich in dem Alt und Jung zusammenkommen können. Etwas, dass man gerne mit dem Rad ansteuert, das gerne Ziel eines kleinen Ausflugs ist. Es sollten, unter Einbindung der Ortsbeiräte, Ideen gesammelt werden, wo und wie man so etwas verwirklicht. Wir als Bürgerliste benannten die Ortsmitte in Flieden oder den Generationenpark in Bad Salzschlirf als Referenzen und zeigten noch in unserem Antrag weitere Möglichkeiten auf. Diesen Antrag in der Sitzung als Megapark herabzuwürdigen und bestehende Spielplätze als ausreichend zu bezeichnen, ist entweder dem Wahlkampf geschuldet oder zeugt einfach nur von Desinteresse und Ideenlosigkeit.

Spielplätze sind wichtig, aber es ist nicht damit getan, ab und zu ein neues Spielgerät aufzustellen, sondern ich muss auch über den Tellerrand hinausschauen. Andere Kommunen in der Region sind da aufgeschlossener und haben erkannt, dass es nicht immer weit entfernte Ziele braucht, sondern auch die eigene Gemeinde etwas bieten kann. Den Bedarf gibt es in unserer Gemeinde, davon sind wir überzeugt und werden daher das Thema weiterverfolgen.“ Für Helmut Gladbach Bürgermeister a.D. von (1990-1996), einer der Initiatoren des Projektes ist es wie bei anderen Themen auch: „Alles, was die Bürgerliste in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt hat, mussten wir mehrfach beantragen. Das war so bei der Abschaffung der Straßenbeiträge, der Gründung einer Arbeitsgruppe Lärmschutz, den Änderungen beim interkommunalen Gewerbegebiet, der Ärzteversorgung, beim Umwelt- und Naturschutz und ganz vielen anderen Themen. Auch den Generationenpark werden wir in den nächsten Jahren erfolgreich umsetzen, weil es die Bürger wollen.“ +++ pm

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