London. Trotz ihrer Entscheidung für einen EU-Ausstieg wollen die Briten die Steuerpolitik der Union auch künftig entscheidend mitbestimmen. So streben sie den Vorsitz der Arbeitsgruppe Verhaltenskodex beim Rat der Europäischen Union an, die über den schädlichen Steuerwettbewerb der Mitgliedstaaten wacht, berichtet der „Spiegel“. Für den einflussreichen Posten haben sie demnach Mike Williams, einen Karrierebeamten aus dem britischen Finanzministerium, in Stellung gebracht. Die Nominierung treffe bei den übrigen Mitgliedsländern auf Widerstand, weil die Briten seit dem Brexit-Beschluss wichtige Fortschritte im Kampf gegen Steueroasen blockierten. Bei der Erstellung einer schwarzen Liste verdächtiger Steuerparadiese hätten sie bisher erfolgreich verhindert, dass ein Steuersatz von null, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, als Verdachtskriterium zählt. Mehrere britische Überseegebiete wie Bermuda, die Cayman Islands und die British Virgin Islands locken so Steuersparer aus der ganzen Welt an. Die Briten fordern dem Magazin zufolge auch, dass nicht mehr die EU-Kommission, sondern allein die EU-Länder für die Verhandlungen mit den Steuerparadiesen zuständig sind. +++
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