"Blitz für Kids": Polizei zieht positive Bilanz

Fulda. Regelmäßig zu Schuljahresbeginn führt die Polizei in Kooperation mit dem ADAC und der Verkehrswacht Geschwindigkeitsmessungen vor Schulen der Region durch. Osthessische Polizeikräfte haben an verschiedenen Schulen mehr als 770 Fahrzeuge gemessen. Insgesamt mussten in allen drei Landkreisen 160 "Schnellfahrer" mit Zitronen bedacht werden. Die Zitronen erhielten Autofahrerinnen und Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren. Die Geschwindigkeitsüberschreitungen bewegten sich dabei, abzüglich der vorgeschriebenen Toleranz, bis zu 20 km/h. Bereits Überschreitungen ab 4 km/h wurden mit den jeweiligen Fahrzeugführerinnen und -führern besprochen und entsprechend Zitronen und gelbe Karten verteilt.

Im Bereich von mehr als 20 km/h Geschwindigkeitsüberschreitung leitete die Polizei jedoch auch heute Bußgeldverfahren ein. Wer deutlich zu schnell fuhr, kam nicht nur mit einer Zitrone und einem Gespräch davon. Lobenswerter Weise musste lediglich eines dieser Verfahren veranlasst werden. Vor einer Schule in der Meisebacher Straße in Bad Hersfeld wurde ein Auto mit 26 km/h zu viel gemessen. "Insgesamt ist die Aktion positiv verlaufen", erklärt Polizeihauptkommissar Engelbert Auth vom Regionalen Verkehrsdienst Fulda. Aus polizeilicher Sicht war er mit dem Geschwindigkeitsverhalten der Verkehrsteilnehmer im Großen und Ganzen zufrieden. Allerdings fügt er an: "Bedauerlicherweise gab es einige Fahrzeugführerinnen und -führer, die gar nicht bzw. falsch angeschnallt waren. Der fehlende Gurt kann bereits bei Unfällen mit geringen Geschwindigkeiten zu großen Verletzungen führen." Auch mit diesen Personen wurden intensive Gespräche geführt und entsprechende Bußgelder erhoben. Das Polizeipräsidium Osthessen bedankt sich ausdrücklich bei den kommunalen Ordnungsbehörden und den Kreisverkehrswachten für ihre Beteiligung an der Aktion. Gemeinsam konnte man auf eine rücksichtsvolle und vorausschauende Fahrweise hinweisen. Allein im Bereich der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg kontrollierten die Kommunalbehörden vor Schulen mehr als 1400 Fahrzeuge, bei denen es nicht eine Überschreitung von mehr als 20 km/h gab.

„Blitz für Kids“ hieß es am Donnerstag auch vor der Dieffenbachschule in Schlitz und der Homberger Grundschule. Zusammen mit Kindern der vierten Klassen überwachte die Polizei den Verkehr auf den Straßen vor den Schulen. Während sich die Polizisten mit Laserpistole und Verkehrskelle in Position brachten, rüsteten sich die Schüler mit gelben und grünen Karten aus. Die grüne Karte mit der Aufschrift „Danke!“ erhielten Autofahrer für verkehrsgerechtes Verhalten, die gelbe Karte mit der Aufschrift „Sind Sie wirklich ein Raser?“ wurde Verkehrssündern zusammen mit einer Zitrone für die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verpasst. Sichtlich mit viel Spaß und Eifer waren die kleinen „Hilfspolizisten“ bei dem Verteilen der grünen Karten mit Süßigkeiten der Vogelsberger Verkehrswacht am Werk. In Homberg und Schlitz wurden insgesamt 267 Verkehrsteilnehmer kontrolliert, davon fuhren 115 zu schnell. Trauriger Spitzenreiter war eine Überschreitung von 52 Stundenkilometern. Auch einen Schulbus erwischten die Polizeibeamten mit 41 km/h statt der erlaubten 30 km/h. „Keiner der Autofahrer war so schnell, dass ihm ein Bußgeld auferlegt werden musste“, lobte Kriminaldirektor Andreas Böhm an der Schlitzer Kontrollstelle. Die Polizei wird auch in den kommenden Wochen und Monaten rund um Schulen Geschwindigkeiten messen und die heutige Kontrolle nicht als einmalige Aktion stehen lassen. +++ fuldainfo | nh - pw


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