Berlin. Jaime Caruana, der Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, warnt vor übertriebenen Erwartungen in der Aufsicht über die internationalen Banken: "Die Absicht der Regulierungsagenda ist nicht, das Scheitern von Banken zu verhindern", sagte Caruana in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ziel könne es nur sein, die Risiken zu mindern und beim Zusammenbruch einer Bank sicherzustellen, dass diese rasch abgewickelt werden kann, ohne, dass ein Systemrisiko entsteht und auf Steuergelder zurückgegriffen wird. Der Fall der Banco Espirito Santo in Portugal zeigt für den Spanier an der Spitze der BIZ die Fortschritte auf diesem Weg, obwohl die Haftung der Eigentümer und Gläubiger erst 2016 voll greifen wird. Der Chef der "Zentralbank der Zentralbanken" gibt sich in dem Interview davon überzeugt, dass die EZB bei ihrem Banken-Stresstest in diesem Herbst "eine umfassende und harte Analyse" vornehmen wird. "Die EZB hat einen starken Anreiz, wirklich einen sauberen Start als künftiger Aufseher über die Banken hinzulegen und alle potentiellen Probleme aufzudecken", sagte Caruana. +++ fuldainfo
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