Hausen. Hohe Ehre für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön: In Anerkennung herausragender Leistungen zum Wohle der heimischen Kulturlandschaft erhielt die Bayerische Verwaltungsstelle den Landeskundepreis 2015. Für die Verwaltungsstelle nahm deren Leiter Michael Geier die Urkunde entgegen. Prominente Politiker aus dem Freistaat Bayern, darunter Thomas Habermann, Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld, dankten dem Preisträger mit anhaltendem Applaus.
Der 2005 von der Gesellschaft für Bayerische Landeskunde ins Leben gerufene Landeskundepreis würdigt herausragende Arbeiten und Leistungen, die der Kenntnis und Wahrung des natürlichen und kulturellen Erbes in Bayern dienen. Verliehen wird die Auszeichnung nunmehr vom Arbeitskreis Landeskunde und Kulturlandschaft im Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. Erstmals wurde nicht eine Einzelperson für ihr Lebenswerk geehrt, sondern eine Institution.
In seiner Laudatio im Rhön Park Hotel (Hausen) hob der Sprecher des Arbeitskreises, Dr. Thomas Gunzelmann, die Verdienste der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservats hervor. Mit der Initiierung und langjährigen Begleitung der Projektreihe „Historische Kulturlandschaft Rhön“ habe die Verwaltungsstelle wertvolle Elemente der heimischen Kulturlandschaft erfasst, beschrieben und durch Publikation für die Nachwelt dokumentiert. Die drei bisher erschienenen Bände (weitere sind in Vorbereitung) seien überdies ein hervorragender Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Stellvertretend für sein Team und die externen Projektbeteiligten bedankte sich Michael Geier für die Auszeichnung. Ihm und seinen Mitstreitern ginge es stets darum, die Eigenheit, Vielfalt und Schönheit der Rhöner Kulturlandschaft zu erhalten und möglichst sogar noch zu mehren. In der freien Landschaft gelänge das häufig bereits sehr gut, auch dank der Kooperation mit aufgeschlossenen Landwirten. Im Bereich der Siedlungen sei dies viel schwieriger. Kulturhistorisch wertvolle Substanz zu erhalten und Bausünden zu vermeiden, sei eine große Herausforderung, vor allem für die Kommunen.
Die Auszeichnung mit dem Landeskundepreis zeige, dass der Wert der Kulturlandschaft zunehmend erkannt werde. Dies sei eine Ermutigung und im übrigen ganz im Sinne des UNESCO-Biosphärenreservats, das ein harmonisches Miteinander von Mensch und Lebensraum anstrebe.
Das vom Landesverein ausgelobte Preisgeld soll für Projekte und Aktionen rund um die Erhaltung der Rhöner Kulturlandschaft eingesetzt werden. Die Verwaltungsstelle freut sich auf kreative Vorschläge aus den 40 bayerischen Biosphärenreservatsgemeinden. +++ fuldainfo

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