Bildungsmesse am 16. und 17. Juni im Kongresszentrum Esperanto

„Heimische Wirtschaft hat die Zeichen der Zeit erkannt“

Noch wird eifrig gebaut, gebohrt und gehämmert – am Sonntag ist es dann soweit: Die 13. Bildungsmesse öffnet ihre Pforten. Im Vorfeld standen die Veranstalter – Industrie- und Handelskammer Fulda, Kreishandwerkerschaft Fulda, der Landkreis Fulda, die Stadt Fulda, die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda sowie das Staatliche Schulamt für den Landkreis Fulda – den Vertretern der regionalen Presse Rede und Antwort.

139 Aussteller werden am kommenden Sonntag und Montag auf 4300 Quadratmetern über insgesamt 161 Ausbildungsberufe sowie zahlreiche Weiterbildungs- und Studienangebote informieren. Erwartet werden wieder mehrere tausend Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Bildungsverantwortliche. Eindrucksvolle Zahlen und nach den Worten von IHK-Präsident
Dr. Christian Gebhardt eine Antwort auf den Fachkräftemangel.

„Aus unserer aktuellen Konjunkturumfrage wissen wir, dass der Fachkräftemangel für 60 Prozent unserer Betriebe ein echtes Thema ist“, betonte Gebhardt. Die Bildungsmesse sei ein Bekenntnis der Ausbildungsbetriebe, den Nachwuchs im eigenen Unternehmen zu qualifizieren. Nur so ließe sich die Wettbewerbsfähigkeit erhalten, unterstrich der IHK-Präsident. „Die Bildungsmesse wirkt auf mich wie der Leuchtkegel eines Leuchtturms, der eigentlich in ganz Hessen gesehen werden müsste. Wir hoffen deshalb, dass auch möglichst viele Jugendliche über die Region Fulda hinaus zu uns kommen“, betonte der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

„Die Nachwuchsgewinnung für das Handwerk ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Fokus unserer Arbeit gerückt. Unser Ziel ist es, junge Leute mit den besseren Argumenten zu überzeugen und vor allem auch zu begeistern“, betonte Dr. Herbert Büttner, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fulda. „Die duale Ausbildung muss wieder mehr Wertschätzung erfahren. Immer noch sehen zu viele Jugendliche und auch deren Eltern höhere Bildungsabschlüsse mit einer anschließenden akademischen Ausbildung als das erstrebenswertere Ziel an.“ Übrigens, am Stand der Kreishandwerkerschaft gibt es eine aktuelle Lehrstellenbörse. Der Einstieg in die Ausbildung ab Sommer 2019 ist jetzt noch möglich.

„Die Bildungsmesse hat sich seit vielen Jahren in der Region Fulda etabliert. Ihre Akteure fühlen sich den Zukunftschancen junger Menschen verpflichtet und möchten für sie ideale Voraussetzungen für eine bestmögliche berufliche Ausbildung schaffen“, stellte Landrat Bernd Woide fest. Das sei anerkennenswert und zeuge von Verantwortungsgefühl, aber auch Weitsicht: Denn das Streben junger Menschen nach Wissen und Können sei das wertvollste Humankapital unserer Gesellschaft. „Wir sollten unsere Jugend bei dieser Suche nicht sich selbst überlassen, sondern ihr unterstützend zur Seite stehen. Deshalb ist es gut und wichtig, dass es die Bildungsmesse gibt“, unterstrich Woide.

Dag Wehner, Bürgermeister der Stadt Fulda, bezeichnete die Bildungsmesse ebenfalls als einen unverzichtbaren Baustein der Berufs- und Studienorientierung in der Region Fulda, gerade mit Blick auf die regionale Ausbildungsmarktlage. Die Messe sei eine Veranstaltung, die eindrucksvoll die Flexibilität und Durchlässigkeit unseres Bildungssystems vor Augen führe. „Sie bietet beste Gelegenheiten für Jugendliche und deren Familien, sich in kurzer Zeit und komprimierter Form über die vielfältigen Möglichkeiten der beruflichen Bildung – von der dualen Ausbildung im Betrieb oder der öffentlichen Verwaltung über schulische Bildungswege bis hin zum Hochschulstudium – zu informieren.“

Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, ist begeistert von den Möglichkeiten, die den jungen Menschen im Kongresszentrum geboten werden: „Auch für Erwachsene, die bislang keine berufliche Ausbildung absolviert haben oder sich neu orientieren wollen, ist die Bildungsmesse die richtige Adresse, um die vielfältigen Angebote zu nutzen.“ Vor diesem Hintergrund sei die Ausstellung eine gute Ergänzung zur Arbeit der Berufsberatung und ein wichtiger Baustein im individuellen Berufswahlprozess. „Angesichts des hervorragenden regionalen Arbeitsmarktes ist sie eine Veranstaltung voller Chancen und Perspektiven, die man sich nicht entgehen lassen sollte“, so der Agentur-Chef.

Ob Ausbildung, Studium oder Schulabschluss: Stephan Schmitt, Leitender Regierungsdirektor des Staatlichen Schulamtes Fulda, hofft, dass die Bildungsmesse mit ihrem umfangreichen Angebot dazu beiträgt, Fehlentscheidungen zu verringern. „Die Beruf- und Studienorientierung ist ein fester Bestandteil der Schulcurricula aller Haupt-, Real-, Gesamt-, Förderschulen und Gymnasien in Stadt und Landkreis Fulda. Im Rahmen der Unterrichtsangebote wurden die Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr wieder auf den Besuch der Bildungsmesse vorbereitet, um gezielt die für sie relevanten Aussteller aufzusuchen.“

Fazit: Alle Veranstalter waren sich einig – der Einstieg ins Berufsleben über eine duale Ausbildung ist für junge Schulabsolventinnen und -absolventen eine große Chance und die Bildungsmesse eine ideale Plattform, um sich einen Überblick über das breite Angebote zu verschaffen. +++

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