Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) will 2023 nicht mehr bei der Landtagswahl antreten. Das haben heute mehrere Medien berichtet. Demnach hat der CDU-Politiker den Wahlkreisdelegierten des CDU Rheingau-Taunus in einem Schreiben seine Entscheidungen mitgeteilt. Sechsmal hat Beuth seit 1999 seinen Landtags-Wahlkreis im Untertaunus für die CDU gewonnen. Seit 2014 bekleidet er das Amt des Innenministers. In der CDU ist der 54-Jährige Beuth bereits seit 1983 aktiv.
Zur Personalentwicklung im Amt des Innenministers äußert sich der frisch gewählte Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Hessen, Jorias Bach: „Der Rückzug Beuths ist längst überfällig. Zwar nehmen wir diesen mit Freude zur Kenntnis, stellen jedoch nach der langen Skandal-Historie des Innenministers in Frage, wieso er nicht bereits zurückgetreten ist.“ Bach bezieht sich damit beispielsweise auf den Polizei-Skandal, in dessen Zusammenhang Beuth die Entwicklung rechtsextremer Gruppierungen innerhalb der hessischen Spezialeinheiten schlicht übersehen hatte. Der stellvertretende Landesvorsitzende für Programmatik Yves Roth meint Beuths Rückzug sei ein guter Tag für Bürgerechte in Hessen und kritisiert die Rückgratlosigkeit der Grünen Landtagsfraktion, die sich nach wie vor zur hessischen Sicherheitspolitik bekennt. +++
