Betschel – keine Flüchtlingsunterbringung in Büdinger Kaserne

Asyl

Friedberg. Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel ist der Behauptung entgegengetreten, der Wetteraukreis wolle in den Büdinger Kasernen Flüchtlinge unterbringen. „Tatsache ist, dass wir die Aufgabe der Verteilung gerne in Büdingen ansiedeln würden“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel. In Büdingen plant das Regierungspräsidium Gießen eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Von Büdingen aus werden dann durch das Regierungspräsidium Gießen die Flüchtlinge auf die Landkreise verteilt, die wiederum die Menschen auf die Städte und Gemeinden verteilen.

„Derzeit nehmen wir die aus Gießen ankommenden Flüchtlinge in Friedberg auf, um sie dann binnen zweier Wochen auf die Städte und Gemeinden zu verteilen. Es macht zu-künftig wenig Sinn die Flüchtlinge von Büdingen nach Friedberg und danach erneut zum Beispiel nach Gedern, Kefenrod, Hirzenhain, Butzbach oder Bad Vilbel umziehen zu lassen. Deshalb würde ich bevorzugen, dass wir diese Verteilung ohne Umwege von Büdingen direkt in die Kommunen des Wetteraukreises vornehmen können. Dies bedeutet, dass die Flüchtlinge für diese zwei Wochen weiterhin in den Kasernen bleiben, um sie dann von dort aus gleich in die Kommunen weiterzuleiten.

Die beste Lösung für die Wetterau wäre es, wenn wir unsere Arbeit während des Aufenthalts in der Erstaufnahme des Landes Hessens durchführen könnten“, so Sozialdezernent Betschel. „Die zweitbeste Variante wäre wir müssten Miete bezahlen, weil ein Umzug in ein anderes Gebäude innerhalb des Kasernenkomplexes nötig wäre. Wir haben unsere Vorstellungen dem RP mitgeteilt.“ Eine Entscheidung steht aus.

„Völlig aus der Luft gegriffen ist die Zahl von 250 Flüchtlingen, die Bürgermeister Spamer in die Welt gesetzt hat. Bei 20 bis 35 zugewiesenen Flüchtlingen pro Woche ergibt sich die maximale Zahl von 70 Flüchtlingen, die nach der Zuweisung durch den RP an den Wetteraukreis für weitere zwei Wochen in den Kasernen bleiben könnten. Die zwei Wochen benötigen wir, um den Kommunen die notwendige und fest vereinbarte Zeit zu geben, ihre Unterkünfte für die zugewiesenen Flüchtlinge vorzubereiten. Diese Zeit nutzen meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um den Flüchtlingen die ersten Schritte in ihrer neuen Umgebung zu erleichtern.“

Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel fordert zudem mehr Sachlichkeit in die Debatte einzubringen. „Ich finde es sehr schade, wenn hier emotional diskutiert und mit Behaup-tungen argumentiert wird, die jeder Grundlage entbehren. Um es deutlich zu sagen, wir planen keine dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen in der Büdinger Kaserne. Es geht le-diglich darum, diesen Menschen, von denen viele traumati-siert sind, einen weiteren Umzug und somit Steuergelder zu sparen.“ +++ fuldainfo


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