Bericht: Merz soll Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats werden

Friedrich Merz (CDU)

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz kehrt nun doch zurück auf die politische Bühne und soll laut eines Zeitungsberichts Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats werden. "Ich habe mit Friedrich Merz gesprochen. Er ist bereit, als Vizepräsident des Wirtschaftsrates zu kandidieren. Ich schlage ihn unseren Gremien am 11. April und dann bei der Bundesdelegiertenversammlung auf dem Wirtschaftstag am 4. Juni vor", sagte die designierte Chefin des CDU-Wirtschaftsrats, Astrid Hamker, der "Bild-Zeitung". Merz werde in der neuen Funktion auch im Landtagswahlkampf in Sachsen, Thüringen und Brandenburg auftreten. Hamker begründete Ihren Vorschlag mit dem großen Rückhalt, den Merz noch immer im Wirtschaftsflügel der Union genieße. "Damit erfüllt Friedrich Merz eine große eine große Erwartungshaltung vieler seiner Anhänger. Der Wirtschaftsflügel repräsentiert viele der rund 49 Prozent der Delegierten, die Friedrich Merz beim CDU-Parteitag gewonn en hat. Deshalb erwarte ich eine große positive Resonanz. Und alle Spekulationen sind damit eindeutig beendet", so die designierte Chefin des CDU-Wirtschaftsrats weiter. +++


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1 Kommentar

  1. Ein neues „CDU-Amt“ für Merz:
    Wie wäre es, wenn sich Merz kümmerte um
    - das Eintreiben von hinterzogenen Steuern, zur Austrocknung von Steueroasen,
    - die Härtung des Steuerrechts gegen unbeabsichtigte Steuersparmodelle,
    - die Abschaffung der ungerechten Besteuerung (in den letzten 20Jahren „durften“ die unteren Einkommensgruppen 5% mehr Steuern zahlen, während die Reichsten 5% weniger Steuern zahlen „mußten“),
    - die Wiederherstellung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen der Wirtschaftsführer, die durch Exzesse bei Gehältern, Boni und Abfindungen aufgefallen sind (nach dem antiken, griechischen Philosophen Platon sollte "niemand mehr als das 4-fache des Vermögens eines anderen besitzen"! Gar nicht so dumm!).
    Mit diesen Themen kennt sich Merz doch bestens aus!
    Der sehr reiche Multimillionär, Berufslobbyist und Freund der Finanzindustrie Merz versucht mit vielen Worten sein Image als neoliberaler Zeitgeist abzustreifen, bezeichnet sich stattdessen als ordoliberaler Ordnungspolitiker.
    Das ist schon erstaunlich. Wo Merz doch seine politische Meinung auch gerne in „Geheimbünden“ wie Atlantikbrücke (der er sogar selbst vorsitzt), der Trilateralen Kommission, der neoliberalen Denkfabrik Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (deren Gründungsmitglied er ist), dem neoliberalen Netzwerk Stiftung Marktwirtschaft oder dem Council on Public Policy einholt. Alles auch als „Elite-Netzwerke“ bezeichnete Bünde der wirklich Reichen und Mächtigen, deren Denkweisen bekanntermaßen in jeder Hinsicht um den Neoliberalismus kreisen!
    So ist es auch nicht verwunderlich, dass Merz auf die Frage, ob er für eine Rückführung der Verantwortung für privatisierte Dienste der Daseinsfürsorge wieder in die Obhut der öffentlichen Hand sei, argumentiert, dass der Staat nicht alles besser könne als die Wirtschaft! Das macht seine Priorität deutlich! Der Wirtschaft traut er offensichtlich alles zu! Trotz der Skandale in der Finanzindustrie und der Autoindustrie, um nur zwei von zahllosen Beispielen zu nennen!
    Und wenn man darüberhinaus berücksichtigt, dass Merz in zahllosen Aufsichtsräten, vorwiegend von Unternehmen der Finanzindustrie, sitzt und Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Statthalters der Vermögensverwaltung Blackrock, der weltgrößten Fondsgesellschaft mit rd. 5.700.000.000.000 EUR Fondsvermögen, ist, dann darf man schon die Frage stellen, wer hat Interesse daran, dass Merz künftig die politischen Geschicke der Bundesrepublik (mit-)bestimmt?

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