Berlin. Die inzwischen insolvente Air Berlin hat noch kurz vor der Pleite hohe Summen für ein dubioses Bauprojekt verschwendet. Seit Anfang 2017 soll die Fluglinie monatlich über 212.000 Euro Miete für einen Bürokomplex in Schönefeld gezahlt haben, der nie bezogen wurde und für den es offenbar auch keinen Bedarf gab. Das berichtet das „Manager Magazin“. Die Zahlungen gehen laut des Berichts zurück auf einen Vertrag von 2014. Obwohl Air Berlin schon damals schwer angeschlagen war, verpflichtete sich das Unternehmen, eine neue Immobilie in der Nähe des Hauptstadt-Flughafens BER bis zum Jahr 2032 zu mieten. Die Jahresmiete wurde auf gut 2,5 Millionen Euro festgelegt, schreibt das Magazin. Das errichtete Gebäude wurde Ende 2016 bezugsfertig, seit Anfang 2017 floss die Miete. Der Komplex wurde aber nie bezogen, da Air Berlin keinen Bedarf hatte. Insidern zufolge war schon Jahre zuvor absehbar, dass die Fluggesellschaft den Neubau nicht benötigen würde. +++
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