BdV-Führungsduo Ortmann und Lerch bestätigt

Lauterbach. Am vergangenen Wochenende wurden bei den kombinierten Kreisvorstandswahlen des Bundes der Vertriebenen (BdV) und der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) in Lauterbach die langjährigen Kreisvorsitzenden Siegbert Ortmann einerseits und Anton Lerch andrerseits einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Auch bei den übrigen Vorstandspositionen gab es so gut wie keine Veränderungen, lediglich der bisherigen BdV-Kassiererin Christine Assmann, die nicht mehr kandidierte, folgte neu im Amt Gerhardt Tischler beim BdV-Lauterbach.

Positives Fazit

Kreisvorsitzender Siegbert Ortmann stellte in seinem Rechenschaftsbericht für die zurückliegenden beiden Jahre detailliert die vielfältigen Verbandsaktivitäten mit den wunderschönen Reisen nach Böhmen heraus und erwähnte besonders die 2012 im Rahmen der 1200-jährigen Geschichte der Stadt Lauterbach gezeigte Wanderausstellung „Die Sudetendeutschen – eine Volksgruppe in Europa“. „Wir dürfen in unserem Bemühen bei der Darstellung der Vertriebenenproblematik nicht nachlassen, zumal Vertreibungs- und Flüchtlingstragödien auch heute besonders aktuell sind“, stellte Ortmann zu Beginn einer kurzen Ansprache fest. Hierzulande sei das Bundesvertriebenengesetz die Grundlage für einen stetigen Dialog um Aussöhnung und Verständigung mit den osteuropäischen Völkern. Der BdV nehme diesen gesetzlichen Auftrag nach wie vor sehr ernst und werbe bei den Nachbarländern um Vertrauen zu einem friedlichen menschlichen Miteinander. Noch nie sei die Chance so groß gewesen wie heute, nationale Grenzen durch Information und Kommunikation zu überwinden. Rassismus und überspitzter Nationalismus hätten im letzten Jahrhundert über Europa die größten Kriege mit völkerrechtswidrigen Vertreibungen von Millionen unschuldiger Menschen gebracht, so der BdV-Kreisvorsitzende. Deshalb müsse das Wissen und eine umfassende geschichtliche Kenntnis darüber endlich zur gegenseitigen Respektierung vorhandener Volksgruppenrechte unter Überwindung der leidvollen Spannungen aus der Vergangenheit führen. Und es werde sich dabei bewahrheiten, dass die über Jahrhunderte gelebte gemeinsame Geschichte der eigentliche Schlüssel für eine friedliche und versöhnliche Zukunft in Europa sei.

Beitrag zur Versöhnung und Verständigung

Die deutschen Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg hätten bereits mit ihrer Entscheidung gegen Hass und Gewalt in der „Stuttgarter Charta“ von 1950 ihren ehrlichen Beitrag zur Versöhnung und Verständigung mit den östlichen Nachbarländern geleistet. „Nun ist es an der Zeit, den polnischen und tschechischen Gesellschaften vergleichbare Erklärungen ab zu verlangen , damit ein für allemal im offiziellen Umgang miteinander keine verletzenden Vorurteile mehr bestehen“, sagte Ortmann. In diesem Sinne habe er ich auch in diesen Tagen an Bundespräsidenten Joachim Gauck vor dessen bevorstehenden Staatsbesuch in der Tschechischen Republik gewandt und das deutsche Staatsoberhaupt gebeten, bei seinen offiziellen Gesprächen die in der Bundesrepublik lebenden Sudetendeutschen als gesellschaftlich relevante Gruppe für deren bisherige, umfangreiche Aussöhnungs- und Verständigungsarbeit gegenüber dem tschechischen Volk anerkennend und vor allem ausdrücklich zu erwähnen, so der BdV-Kreisvorsitzende abschließend. +++ fuldainfo

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