Berlin. In der Industrie wächst die Sorge, die Flüchtlingskrise könnte die Investitionsschwäche in Deutschland noch verstärken, weil der Staat wichtige Ausgaben kürzt oder Steuern erhöht. "Der nun anstehende Aufwand für die Integration von Flüchtlingen darf nicht zu weniger dringend benötigten Investitionen in Bildung, digitale Netze und Infrastruktur führen", sagte Industriepräsident Ulrich Grillo der "Welt am Sonntag". Weder Steuererhöhungen noch die Aufgabe der schwarzen Null wären aufgrund der Flüchtlingskrise legitim, warnte Grillo. "Jetzt bloß nicht Integrationskosten und Investitionskosten gegeneinander aufrechnen!" Beides müsse prioritär sein, denn von beidem hänge die Zukunftsfähigkeit Deutschlands ab. Aufgabe der Politik sei es, die Weichen für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit richtig zu stellen. Diese Aufgabe beginne vor der eigenen Haustür. "Und sie beginnt nicht erst im Ausnahmezustand von Euro-Rettung und Flüchtlingen in Turnhallen." Grillo: "Wir sind besorgt, dass diese Regierung vor lauter Krisenmodus für weitere Herausforderungen blind bleibt." +++ fuldainfo
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.
Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar