Bahn will am Bahnhof Schlüchtern Lautsprecherdurchsagen einstellen

Schlüchtern. Die Kreistagsgrünen sind entsetzt darüber, dass die Deutsche Bahn zum Fahrplanwechsel 2015/2016 am 07.12.2015 die Lautsprecherdurchsagen für durchfahrende Züge in Schlüchtern einstellen will, und damit ihre Reisenden ein weiteres Mal erhöhtem Risiko auf den Bahnsteigen aussetzen will. Und es ist wohl zu befürchten, dass das auf anderen Bahnhöfen im MKK auch passieren wird.

Ihrer Risikobewertung von durchfahrenden Zügen auf Bahnsteigen zufolge, sieht die Bahn danach keine Notwendigkeit mehr auf durchfahrende Züge hinzuweisen. „Wenn ich mir die Breite der Bahnsteige im MKK Gebiet ansehen, dann sind die meisten für die heutigen Zugdurchfahrten eigentlich viel zu schmal, als dass sie noch ausreichend Sicherheit für die Reisenden bieten können. Ein paar schmale Streifen, sind da wirklich nur der Tropfen auf den heißen Stein.“, so Fraktionsvorstandsmitglied Holger Saß von Bündnis 90 / Die Grünen. Und Uwe Ringel, Vorsitzender des Kreisausschusses für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Umwelt und Landwirtschaft und Kreistagsmitglied der Grünen ergänzt: „ gerade erst ist am 09.11. ein Schüler aus noch nicht gänzlich geklärten Ursachen mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, weil er durch den reinfahrenden Zug zu Boden geschleudert worden ist, da er wohl innerhalb der Warnzone auf dem Bahnsteig gestanden habe“.

Was will die Bahn uns eigentlich noch zumuten, was muss noch passieren, damit die Bahn Reisefreundlich wird? Diese Fragen stellen sich die Kreisgrüne Fraktion zu Recht, angesichts der aktuellen Faktenlage, dass die meisten Bahnsteige von Behinderten nicht erreicht werden können, dass die Bahnsteige und Bahnhöfe mit ganz wenigen Ausnahmen in einem Vorkriegszustand sind, dass Anwohner in der Nähe von Bahnlagen kaum ausreichender Lärmschutz gewährt wird. „Wir fordern die Bahn auf, ihre Risikobewertung noch einmal zu überprüfen und wenigsten die bisherige Sicherheitshinweise aufrechtzuerhalten, sonst könnte“, so Saß von den Kreisgrünen, „der Satz vom sich „Zu Tode sparen“ bald buchstäblich eine sicherlich ungewollte Realität werden“. +++ fuldainfo

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