Baerbock wirft Konkurrenten unkonstruktive Kritik an Grünen vor

Es ist völlig klar, dass wir mehr Tempo beim Klimaschutz brauchen

Annalena Baerbock (Grüne). Foto: Grüne

Grünen-Chefin Annalena Baerbock verteidigt das Grünen-Klimaschutzprogramm gegen Kritik ihrer Konkurrenten. „Herr Laschet und Herr Scholz müssen begreifen, dass das Pariser Klimaabkommen keine freiwillige Absichtserklärung ist, sondern ein internationaler Vertrag, der auch eine deutsche Bundesregierung bindet“, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Entsprechend müsse Deutschland handeln. „Vorschläge abzulehnen, ohne selbst welche zu machen, bringt uns keinen Meter voran“, sagte die Grünen-Chefin.

„Wer immer nur dagegen ist, gefährdet nicht nur die Erreichung der Klimaziele, sondern auch den Industriestandort Deutschland.“ Baerbock fügte hinzu: „Es ist völlig klar, dass wir mehr Tempo beim Klimaschutz brauchen. Die neue Bundesregierung muss Klimaschutz für alle Bereiche zum Handlungsmaßstab machen, mit einem starken Klimaschutzministerium als Motor der Veränderung.“ Die Wirtschaft stehe längst mit klimaneutralen Prozessen und Technologien bereit und erwarte dafür einen politischen Rahmen, „um endlich Planungs- und Investitionssicherheit zu haben“, so die Kanzlerkandidatin.

Die Grünen hätten dafür genaue Vorstellungen: In der ersten Phase einer neuen Regierung müssen die Weichen für den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien gestellt werden, sagte Baerbock dem RND: „Dazu muss auf jedes neue Dach eine Solaranlage“, forderte sie. Zudem müssten zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft freigegeben werden. „Das ist nicht nur klimafreundlich, sondern für die Märkte der Zukunft braucht die deutsche Industrie künftig riesige Mengen erneuerbaren Strom.“ Auch die Biden-Regierung habe dem Klimaschutz und einer Klimawirtschaftspolitik oberste Priorität eingeräumt, argumentierte sie. „Die Klima-Hasenfüßigkeit der Großen Koalition gefährdet auch unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“, so Baerbock. +++

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7 Kommentare

  1. Wer brauch Habeck, Baerbock und die Grünen? Alle Parteien haben scheinbar erkannt, was nötig ist. Die Grünen als Partei, die mir ein Halsband umleget, damit ich auf dem Weg bleibe, braucht wirklich niemand. Anderen Vorschriften machen und was sonst noch, wenn es aber um die eigene Bequemlichkeit geht, kein ZUG fahren. Dann Auto oder Flieger. Urlaub in Deutschland nein, da muss es schon Ausland -Italien oder Frankreich- sein. (Dies sind Beispiele aus der Region) Bei den Grünen waren und sind Menschen, die sich alles leisten können und es auch tun, aber anderen die kleinen Freuden des Lebens verbieten wollen. Für mich unwählbar, so ist das.

  2. Eigentlich hat sie ja ein bischen Recht. Dass sie trotzdem keiner leiden kann, hat sie sich selbst eingebrockt. Wer will den so ein Huschelchen wählen, das mit aufgeblasenem Lebenslauf, dafür aber nicht bzw. nachdeklarierten Einkünften gegen die Regeln des Bundestags verstößt, das ein Buch veröffentlicht, dessen Inhalt andere erdacht und wer weiß wer zusammengeschustert hat und das dann auch noch mitschuldig ist, wenn ein ganzer Landesverband nicht antreten kann? Sie könnte meine Schwester sein und ich würde sie nicht wählen. Obwohl ich ebenfalls sehr bedacht auf die Umwelt bin. Baerbock ist der Typ aufgeblasene Polit-Tussi, die ich mit sehr viel erneuerbarer Energie auf den Mond schießen würde. Die ist so überzeugt von sich selbst, dass sie sich jetzt schon im Geschichtsbuch vermisst. Man erinnert sich schmunzelnd an die Frisuren von Angela Merkel direkt nach der Wende – und man wünscht sich heute wieder eine Tante, die heute so unprätentiös daherkäme, als ob ihr das gar nichts ausmacht. Wir dagegen haben Frau Baerbock bekommen, perfekt gestylt, perfekt ausgeleuchtet, immer im richtigen grünen Design etc. Aber charakterlich leider ungeeignet. Und eins muss man ihr noch als Nachruf hinterherwerfen: Wie sie den Habeck behandelt hat, als es um die Wurst ging, war niveaulos. So niveaulos wie die Leute aus Hannover halt leider sind.

  3. Letzte Woche ein Einwanderungsministerium, jetzt ein Klimaschutzministerium. Wenn das so weitergeht, bekommen wir für jedes Thema ein eigenes Ministerium. Das kann ja heiter werden. Dass das Pariser Klimaabkommen ein bindender Vertrag ist, ist ja gerade das Problem. Trump hatte das erkannt und ist folgerichtig ausgestiegen. Sein Nachfolger Biden hat sich wohl mit seinen Oligarchen beraten und festgestellt, dass das Klimathema wieder ein prima Geschäft darstellen kann, an dem viele wieder viel verdienen können. Das ganze Geschäft wird zu einer gigantischen Umverteilung von Vermögen von unten nach oben führen. Leidtragende werden die „normalen“ Bürger sein, die mit ihrer täglichen Arbeit den Laden am Laufen halten. Das Klima selbst wird sich einen Teufel um den Unsinn scheren, den die Menschen hier auf Erden anrichten werden in der Meinung, wir Menschen könnten das Klima in irgendeiner Weise beeindrucken.

    Immerhin hat Frau Baerbock realisiert, dass die grünen Pläne demnächst jede Menge Strom benötigen, der nach dem gleichzeitigen Abschalten von Atom- und Kohlekraftwerken wohl nur schwer zu beschaffen ist. Die Nachbarländer werden hier auch nicht auf Dauer weiterhelfen können, weil dort auch ein grüner Wahn dafür sorgt, dass Kraftwerke abgeschaltet werden. Nun sollen Solardächer auf allen Häusern und Windräder auf allen freien Flächen für Abhilfe sorgen. Das wird aber nicht reichen!

    Die Industrie – vor allem die Schwerindustrie – wird sich nach und nach aus Deutschland zurückziehen. Die IG-Metall sieht hier dunkle Wolken aufziehen. Schon bereiten sich die Chefetagen der Industrie darauf vor, sich für die Produktion geeignetere Länder zu suchen. Die Folgen für den Standort Deutschland werden unabsehbar werden.

    Das kommt davon, wenn die Menschen Gott spielen wollen.

    • Zu so viel Realitätsverweigerung, wie sie in Ihren Aussagen steckt, ist kaum noch etwas hinzuzufügen.
      Wer wie Sie noch immer den menschengemachten Klimawandel und damit die Notwendigkeit einer Veränderung im Verhalten weltweit noch immer leugnet und die Angstkeule des Rückzugs der Industrie schwingt, hat nicht verstanden, dass wir schon längst eine Minute vor 12 haben. Menschen mit Ansichten gefährden die Zukunft unserer Jugend.

      • Ich leugne keinesfalls den Klimawandel, nur: Menschen können keinen Klimawandel „machen“ und auch kein Klima „retten“, und die Zukunft der Jugend wird gerade dadurch zerstört, dass mit untauglichen Mitteln einem Naturphänomen, dass es schon so lange gibt, wie es die Erde gibt, begegnet wird. Die Menschen müssten sich stattdessen – wie in allen früheren Zeiten auch – auf den Klimawandel einrichten. Dabei hatte die Menschheit noch nie solche Möglichkeiten wie heute. Hier ist es eine Minute vor 12, weil in dieser Frage so gut wie noch nichts gemacht wurde. Seit vielen Jahrzehnten ist bekannt, dass es eine Erderwärmung in diesem Jahrhundert geben wird. Dennoch wurden Monokulturen gepflanzt, die als erste das „neue“ Klima nicht überleben. Ähnlich ist es bei der Städteplanung und in vielen anderen Bereichen. Die Umweltzerstörung schreitet immer noch in vollem Umfang voran (z. B. werden ganze Landstriche in Südamerika zerstört, damit wir in Deutschland mit gutem Gefühl Elektroautos fahren können). Von der neuen Technik in Atomkraftwerken will der Mainstream gar nichts wissen, obwohl damit endlich das Problem des atomaren Abfalls gelöst werden könnte und natürlich so gut wie kein CO 2 bei der Herstellung von Energie entstünde. –

        Leider wird immer noch das Märchen von den 97 Prozent der Wissenschaftler erzählt, die sich einig seien. Abgesehen davon, dass diese Zahl nicht stimmt, geht es in der Wissenschaft aber nicht um Mehrheiten (wie z. B. in der Politik), sondern um die Suche nach der Wahrheit. Und so lange es hier in der Wissenschaft keine einheitlichen Meinungen gibt, gilt jede These als wissenschaftlich nicht gesichert. –

        Aber gegen den Mainstream zu schwimmen, ist natürlich völlig aussichtslos; die Menschen müssen es erst als Betroffene erfahren, was es bedeutet, wenn alles das umgesetzt würde, was von so manchem Politiker angekündigt wird.

        • Ja, sicher 97 Prozent aller Wissenschaftler:innen irren. Sie haben recht, in der Wissenschaft geht es um Fakten, die Sie nicht anerkennen wollen
          Die Schimpfer auf den sog. „Mainstream“, um unbequeme wissenschaftliche Fakten nicht anerkennen zu müssen, erinnern mich sehr an die Schimpfer auf das sog. Establishment. Beide stehen sich ja auch in der politischen Ausrichtung meist recht nahe.
          Natürlich müssen Maßnahmen getroffen werden, die die Menschen vor den Auswirkungen der Klimaveränderungen schützen. Das eine schließt jedoch das andere nicht aus bzw. bedingt sich gegenseitig. Und das alte Märchen von der Rettung durch Atomkraft ist abgesehen von der Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgeht, dem Problem der sicheren Endlagerung (Ihr Garten vielleicht?) auch ein Problem der endlichen Ressource. Wir werden es ohne auf Dauer komplette Umstellung auf erneuerbare Energie nicht hinbekommen.

Demokratie braucht Teilhabe!