Bad Salzschlirf möchte die Sonnenkraft besser nutzen

Aus Solarenergie könnten rund 4,5 MWh Strom im Jahr produziert werden

Aufgrund steigender Energiepreise und zur Einsparung von CO² sollen alle kommunalen Gebäude mit PV- Modulen belegt werden. Einen Zwischenbericht zu dem Projekt stellte Bürgermeister Matthias Kübel in der jüngsten Gemeindevertretersitzung vor. Zusätzlich wird eine Freiflächen PV- Anlage auf kommunalem Grund ins Spiel gebracht, die rund 2,5 Mio kW/h jährlich an Strom produzieren könnte. Außerdem sollen Bürgerinnen und Bürger zur Installation von PV- Modulen angeregt werden.

Ein Gedankenspiel: Würden auch nur die Hälfte aller Bürgerinnen und Bürger in Bad Salzschlirf eine Photovoltaikanlage auf ihrem Hausdach installieren, könnte bei der guten Sonnenlage unseres Ortes ein erheblicher Anteil zur Energiewende beigetragen werden. Allein mit den angedachten Dachflächenmodulen der Gemeinde könnte der kommunale Strombedarf zu bis zu 70 % gedeckt werden, so die Prognose des beauftragten Fachplanungsbüros zur Konzeptionierung der Anlagen. Bereits die gemeindlichen Gebäude benötigten im Jahr 2020 661.000 kWh Strom für die Trinkwasserversorgung, das Feuerwehrhaus, den Kindergarten und das Rathaus sowie weitere kleinere Gebäude. „Das angedachte Solarkonzept der Gemeinde ist nicht nur modellhaft, sondern senkt die Stromkosten und sichert die Versorgung auch in Krisenzeiten als Notreserve“; so Bürgermeister Matthias Kübel. Mit dem so reduzierten CO² Ausstoß könne darüber hinaus ein erheblicher Schritt zum Einsparziel der Klimaschutzkommune Bad Salzschlirf gegangen werden, so der Rathauschef weiter.

Lass die Sonne in dein Haus

Noch mehr Potential offenbarten die privaten Dachflächen. Die Informations-Kampagne „Lass die Sonne in dein Haus“ ist parallel zur Sitzung der Gemeindevertretung angelaufen. Auf der gemeindlichen Internetseite sind zahlreiche Informationen zum Thema Solarstrom zusammen gestellt. Im Mitteilungsblatt, welches in der aktuellen Ausgabe alle Haushalte erreichte, wurde für die Aktion geworben. Auf den unterschiedlichsten Wegen und weiteren Informationsangeboten sollen alle Bürgerinnen und Bürger erreicht werden. Ziel dieser Kampagne, die vom Land Hessen und der Landesenergieagentur unterstützt wurde, ist es, die Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer zur Installation von Solarstromanlagen auf ihren privaten Hausdächern zu motivieren. Angesichts steigender Energiekosten und den CO²- Einspareffekten hat Sonnenstrom einen vielfältigen Nutzen.

Ausbau der Solarenergie

Das Ziel der Solarkampagne ist es, zum Thema Solarenergie zu informieren und damit den Ausbau der Solarenergienutzung voranzubringen. Dies will die Gemeinde Bad Salzschlirf durch die Bewerbung mit der Kampagne und durch ein umfangreiches Informationsangebot erreichen. Bürgerinnen und Bürger können sich aktiv mit dem Solar-Potenzial ihres Daches auseinandersetzen – etwa über das hessische Solar-Kataster (unter www.energieland.hessen.de/solar-kataster). Für Bad Salzschlirf ist es wichtig, die Solarenergie auszubauen und damit einen Schritt hin zur klimaneutralen Kommune zu gehen. Dazu hat sich die Gemeinde verpflichtet, als sie die Charta „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“ unterzeichnete. Die Auswirkungen des Klimawandels sind gerade in diesem Jahr mit hohen Temperaturen und ausgeprägter Trockenheit spürbar geworden. Kreisweit sind in Bad Salzschlirf im Monat August die geringsten Niederschläge gemessen worden. Die Trockenschäden werden vor allem im Kurpark gerade erst sichtbar.

Gründe für Solar

Für Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer lohnt sich der Betrieb einer Solaranlage in der Regel vielfach: Sie sparen Energiekosten, werden unabhängiger von Energiekostenschwankungen, steigern den Wert ihrer Immobilie und leisten einen eigenen Beitrag für den regionalen Klimaschutz. Nun ist es an den Bürgerinnen und Bürgern, diese Angebote zu nutzen! +++ pm

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