Auswärtiges Amt fordert Deutsche zur Ausreise aus Ebola-Ländern auf

Berlin. Das Auswärtige Amt hat alle deutschen Staatsbürger dazu aufgerufen, die von der Ebola-Epedemie am stärksten betroffenen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone zu verlassen. Ausgenommen davon sei "dringend benötigtes medizinisches und humanitäres Personal", das zur Bekämpfung des Virus gebraucht werde, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Es sei nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus diesen Staaten weiter beschränkt würden.

Seit dem Ausbruch der Epidemie im vergangenen März sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge über 1.000 Menschen an Ebola gestorben. Auch Nigeria ist mittlerweile betroffen, bisher gibt es jedoch noch keine Reisewarnung für das Land. Unterdessen hat sich auch die Afrikanische Union für den Vorschlag der WHO ausgesprochen, ein bisher kaum erprobtes Mittel im Kampf gegen Ebola einzusetzen. Angesichts der hohen Sterblichkeitsrate müssten alle Behandlungsmöglichkeiten genutzt werden, hieß es.

WHO: Fast 2.000 Ebola-Fälle gemeldet

Die Ebola-Epidemie in Westafrika breitet sich weiter aus: Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch mitteilte, wurden bis zum 11. August insgesamt 1.975 Fälle gemeldet. Mindestens 1.069 Menschen seien der Krankheit seit dem Ausbruch im März bisher zum Opfer gefallen. Allein vom 10. bis zum 11. August seien 128 neue Erkrankungen und 56 Todesfälle erfasst worden, die meisten davon in Liberia. Auch in Nigeria habe es einen weiteren Todesfall gegeben. Das Auswärtige Amt forderte unterdessen alle deutschen Staatsbürger auf, die am stärksten von der Epidemie betroffenen Staaten Sierra Leone, Guinea und Liberia zu verlassen. Ausgenommen davon sei "dringend benötigtes medizinisches und humanitäres Personal", das zur Bekämpfung des Virus gebraucht werde, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. +++ fuldainfo


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