Brüssel. Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat sich gegen Forderungen gewandt, die seit 2005 laufenden Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wegen der Verhaftungs- und Kündigungswelle nach dem gescheiterten Putschversuch abzubrechen. „Wir müssen an die Menschen in der Türkei denken. Viele setzen ihre Hoffnungen in die Europäische Union“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Die EU müsse sich überdies fragen, welcher Einfluss ihr noch bleibe, wenn sie die Verhandlungen stoppe. „Mir geht es dabei nicht um das Flüchtlingsabkommen“, betonte Asselborn. Entscheidend sei, eine europäische Perspektive für die Türkei zu erhalten. Das hänge allerdings von der weiteren Entwicklung in dem Land ab. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hatte einen Stopp der Beitrittsverhandlungen gefordert. Asselborn plädierte außerdem dafür, mit der türkischen Führung im Gespräch zu bleiben. Er sprach sich gegen Überlegungen aus, den türkischen Außenminister Mevlüt Çavuþoðlu nicht – wie bisher üblich – zum informellen Treffen der EU-Außenminister Anfang September in Bratislava einzuladen. +++ fuldainfo
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