antwortranking 2026: Pascal Reddig (CDU) führt Hessen an – AfD-Abgeordnete mit niedrigster Antwortquote

Bundestag2

Die hessischen Bundestagsabgeordneten haben im bundesweiten antwortranking des Dialogportals abgeordnetenwatch überdurchschnittlich abgeschnitten. Im vergangenen Jahr beantworteten sie 531 von insgesamt 616 öffentlich gestellten Bürgerfragen. Mit einer Antwortquote von 86 Prozent belegt Hessen Platz sieben im Vergleich der Bundesländer und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 75 Prozent.

Seit 20 Jahren können Bürgerinnen und Bürger über abgeordnetenwatch öffentlich Fragen an Abgeordnete des Bundestags, der Landtage und des Europäischen Parlaments richten. Pünktlich zu den Sommerferien hat die Organisation erneut ausgewertet, wie hoch der Anteil beantworteter Fragen im vergangenen Jahr war. Die Bewertung orientiert sich ausschließlich an der Antwortquote und reicht von „hervorragend“ bis „keine Auszeichnung“. Eine inhaltliche Bewertung der Antworten nimmt die Organisation nicht vor.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte Hessen seine Antwortquote um drei Prozentpunkte steigern. Während die durchschnittliche Antwortquote der hessischen AfD-Abgeordneten bei 50 Prozent lag, erreichten die Grünen den Spitzenwert. Alle sieben hessischen Bundestagsabgeordneten der Grünen beantworteten jede an sie gerichtete Frage. Die SPD kam auf eine Antwortquote von 94 Prozent, Die Linke auf 86 Prozent und die CDU auf 82 Prozent.

Auch die Bundestagsabgeordneten aus Osthessen sind im aktuellen Ranking vertreten. Michael Brand (CDU) aus Fulda erhielt die Auszeichnung „hervorragend“. Er beantwortete 30 von 32 an ihn gerichteten Bürgerfragen und erreichte damit eine Antwortquote von 94 Prozent. Pierre Lamely (AfD) wurde mit der Bewertung „engagiert“ eingestuft. Er beantwortete zwei von vier Fragen und kam auf eine Antwortquote von 50 Prozent. Nicole Hess (AfD) erhielt ebenfalls die Auszeichnung „hervorragend“. Sie beantwortete alle fünf an sie gerichteten Fragen und erreichte damit eine Antwortquote von 100 Prozent.

Von den insgesamt 45 hessischen Bundestagsabgeordneten erhielten 30 die Bewertung „hervorragend“, da sie zwischen 90 und 100 Prozent der Fragen beantworteten. Jeweils zwei Abgeordnete wurden als „vorbildlich“ beziehungsweise „engagiert“ eingestuft. Elf Abgeordnete erhielten keine Auszeichnung. Sieben von ihnen beantworteten im gesamten Auswertungszeitraum keine einzige Frage.

Den ersten Platz im hessischen Ranking belegt Pascal Reddig (CDU). Er erhielt mit 70 Fragen die höchste Anzahl aller hessischen Bundestagsabgeordneten und beantwortete sämtliche Anfragen. Ebenfalls auf eine Antwortquote von 100 Prozent kamen Omid Nouripour (Grüne), der 33 Fragen erhielt, sowie Daniel Bettermann (SPD) mit 28 beantworteten Fragen.

Am unteren Ende des Rankings stehen mehrere Abgeordnete, die keine einzige Bürgerfrage beantworteten. Den letzten Platz nimmt Johannes Volkmann (CDU) ein, bei dem 14 Fragen unbeantwortet blieben. Direkt davor folgt Michael Meister (CDU), der keine seiner zehn erhaltenen Fragen beantwortete.

„Wer gewählt wird, schuldet den Bürgern Antworten, kein Schweigen“, sagt Louiza Charalambous, Plattformleitung bei abgeordnetenwatch. „Gerade erleben wir wegen des Reformpakets der Bundesregierung einen enormen Frageansturm. Das zeigt: Die Menschen wollen verstehen, warum Politik so entscheidet, wie sie entscheidet. Wer diese Fragen ignoriert, weil sie Arbeit machen oder unbequem sind, verspielt leichtfertig Vertrauen.“

Nach Angaben der gemeinnützigen Organisation ermöglicht abgeordnetenwatch seit 2004 einen kostenlosen, überparteilichen und öffentlichen Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern. Vor der Veröffentlichung werden alle Fragen von einem Moderationsteam geprüft. Freigeschaltet werden ausschließlich Beiträge, die den Moderationsregeln entsprechen. Beleidigende oder diskriminierende Inhalte sowie private Fragen ohne Bezug zur parlamentarischen Arbeit werden nicht veröffentlicht. Auf der spendenfinanzierten Plattform wurden bislang mehr als 350.000 Fragen an Abgeordnete des Bundestags, der Landtage und des Europäischen Parlaments gestellt. Dadurch ist ein öffentlich zugängliches digitales Wählergedächtnis entstanden, das politische Aussagen langfristig dokumentiert. +++


Popup-Fenster

3 Kommentare

  1. Genauer gesagt um die hessischen Bundestagsabgeordneten im Dialogportal abgeordnetenwatch , welches sämtliche Abgeordnete des BT betrifft.

    Gut – bundesweit bleibt Merz, Klingbeil und Spahn aber trotzdem bei 0% Quote.

  2. Die Überschrift lässt bashing vermuten – muss aber nicht , aber der Vollständigkeit halber hier sei erwähnt , das der letzte Platz im jährlichen Antwort Ranking 2026 (Legislaturperiode am März 2025) von Friedrich Merz angeführt wird !
    Friedrich Merz (CDU Vorsitzender) belegt den LETZTEN Platz : 376 Fragen erhalten, 0 Antworten (0%Quote)
    Direkt bei Ihm Lars Klingbeil 257 unbeantwortete Fragen (0%)
    Und Jens Spahn (wen verwundert es ) 0%

    So nach am Volk ….

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*