Ärztevertreter haben an Bund und Länder appelliert, Gottesdienste an den Feiertagen zu verbieten. „In diesem Jahr sollten Präsenzgottesdienste bundesweit untersagt werden“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD), Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Weil wir wissen, wie leicht sich das Virus gerade bei Gottesdiensten übertragen kann, dürfen wir zu Weihnachten angesichts der hohen Infektionszahlen kein zusätzliches Risiko eingehen.“ Es müsse deshalb eine einheitliche Vorgabe geben. Teichert beklagte zudem, dass viele Bürger offenbar immer noch nicht verstanden hätten, wie ernst die Lage sei. „Sie feiern immer noch Partys oder tummeln sich in den Läden“, kritisierte die Medizinerin. Der harte Lockdown könne aber nur dann zu einem Rückgang der Infektionszahlen führen, wenn sich wirklich alle Bevölkerungsgruppen in Deutschland an die Regeln hielten. Teichert forderte Bund, Länder und Kommunen dazu auf, die Corona-Maßnahmen in einigen Milieus noch besser zu vermitteln: „Die Botschaft muss sämtliche Menschen erreichen, die in Deutschland leben, unabhängig davon, welche Sprache sie sprechen oder welcher Religionsgemeinschaft sie angehören.“ +++
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