Altmaier will trotz Zöllen mit den USA verhandeln

Peter Altmaier (CDU)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will mit den USA weiter über eine Lösung im Subventionsstreit verhandeln, selbst wenn die Trump-Regierung ab dem 18. Oktober wie angekündigt Strafzölle gegen Waren aus Europa verhängen sollte. "Wir brauchen weniger Zölle und nicht mehr Zölle und eine langfristig tragfähige Lösung", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel". Das Weiße Haus hatte vergangene Woche Einfuhrabgaben auf verschiedene Waren aus Europa angekündigt, auch auf Kameralinsen und Werkzeug aus Deutschland, nachdem die Welthandelsorganisation (WTO) EU-Subventionen für den Flugzeughersteller Airbus für unzulässig erklärt hatte. Eine Handhabe für europäische Gegenmaßnahmen gibt es nach Altmaiers Auffassung jedoch erst, wenn die WTO über ähnliche US-Hilfen für den US-Airbus-Konkurrenten Boeing entschieden habe. Dies schaffe Zeit für neue Gespräche. "Erst im Juli hat die EU konkrete Vorschläge für eine neue Regelung für die Subventionierung des L uftfahrtsektors gemacht", sagte Altmaier. "Ich hoffe sehr, dass die USA hierüber zum Dialog bereit sind." Die US-Entscheidung für weitere Zölle nannte Altmaier bedauerlich. "Die USA schaden sich damit am Ende selbst, denn höhere Zölle gehen auch zulasten der US-Wirtschaft."


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